Großer Faulholz-Schwarzkäfer (Uloma culinaris)
Name
Großer Faulholz-Schwarzkäfer (Uloma culinaris)
Familie
Tenebrionidae (Schwarzkäfer)
Körpergröße
Körperlänge 10–11,5 mm
Merkmale
Uloma culinaris ist ein mittelgroßer, gedrungen gebauter Schwarzkäfer mit glänzend rotbrauner bis dunkelbrauner Färbung. Der Körper ist oval und leicht abgeflacht, was dem Käfer das Eindringen in enge Holzspalten und Fraßgänge erleichtert. Ein zentrales Bestimmungsmerkmal ist die deutlich gerandete Halsschildbasis, die diesen Käfer von verwandten Arten unterscheidet. Die Fühler sind gekniet und zur Spitze hin leicht verdickt. Beine und Fühler sind heller gefärbt als der übrige Körper.
Lebensraum
Der Große Faulholz-Schwarzkäfer besiedelt verschiedene Waldtypen, darunter sowohl Laub- als auch Nadelwälder. Entscheidend ist das Vorhandensein von altem, morschem Totholz, da die Larven sich ausschließlich im toten Holz entwickeln. Die Imagines halten sich bevorzugt in alten Käferfraßgängen, im Holzmulm sowie in Baumhöhlen auf. Solche Strukturen finden sich vor allem in naturnahen, altholzreichen Wäldern mit einem hohen Anteil an stehendem und liegendem Totholz. Die Erscheinungszeit der adulten Tiere erstreckt sich von April bis August.
Besonderheiten
Uloma culinaris gilt in Deutschland als gefährdet und wird in der Roten Liste mit RL 3 geführt. Der Rückgang der Art ist eng mit dem Verlust von Totholzstrukturen und altholzreichen Wäldern verbunden, da intensive Forstwirtschaft und das Entfernen von Totholz den Lebensraum erheblich einschränken. Eine wichtige Verwechslungsart ist der Kleine Faulholz-Schwarzkäfer, der sich durch das Fehlen der gerandeten Halsschildbasis von Uloma culinaris unterscheidet. Beide Arten teilen ähnliche Lebensräume, weshalb eine genaue Betrachtung der Halsschildstruktur für eine sichere Bestimmung unerlässlich ist. Der Schutz naturnaher Wälder mit ausreichend Totholzangebot ist daher von zentraler Bedeutung für den Erhalt dieser Art.