Gespinstblattwespe Pamphilius hortorum
Name
Pamphilius hortorum
Familie
Pamphiliidae (Gespinstblattwespen)
Körpergröße
Körperlänge 9–11 mm
Merkmale
Pamphilius hortorum ist eine mittelgroße Gespinstblattwespe mit einer Körperlänge von 9 bis 11 mm. Wie für Pamphiliidae typisch, besitzt die Art einen gedrungenen, wenig eingeschnürten Körperbau ohne die bei anderen Wespen ausgeprägte Wespentaille. Die Färbung ist überwiegend schwarz mit gelblichen bis orangefarbenen Zeichnungselementen an Kopf, Thorax und Abdomen. Die Fühler sind fadenförmig und vergleichsweise lang. Weibchen und Männchen unterscheiden sich geringfügig in Zeichnung und Körperfülle, wobei Weibchen in der Regel etwas kräftiger gebaut sind.
Lebensraum
Die Art besiedelt strukturreiche Lebensräume wie Hecken-Biotope, Waldränder und den Unterwuchs lichter Wälder, wo ihre Larvalnahrungspflanze Rubus idaeus (Himbeere) in ausreichender Dichte vorkommt. Pamphilius hortorum ist in weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet und bevorzugt halbschattige, feuchte Standorte. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Mai bis Juni.
Besonderheiten
Das auffälligste Merkmal dieser Art ist das Verhalten der Larven: Sie spinnen aus Gespinstfäden röhrenartige Strukturen oder Blattrollen aus den Blättern der Himbeere, in denen sie geschützt fressen und sich entwickeln – ein charakteristisches Merkmal der gesamten Familie der Pamphiliidae, die deshalb auch Gespinstblattwespen genannt werden. Die Larven leben solitär in diesen selbst gebauten Wohnröhren. Nach der Larvalentwicklung verpuppen sie sich im Boden. Verwechslungen sind mit anderen Pamphilius-Arten möglich, die ebenfalls an Rosengewächsen oder verwandten Pflanzen leben und ähnliche Gespinste anlegen. Eine sichere Bestimmung erfordert oft die genaue Betrachtung der Zeichnungsmuster und gegebenenfalls eine mikroskopische Untersuchung.