Gespinstblattwespe Pamphilius gyllenhali

Gespinstblattwespe Pamphilius gyllenhali

Name

Pamphilius gyllenhali

Familie

Pamphiliidae (Gespinstblattwespen)

Körpergröße

ca. 7–10 mm Körperlänge

Merkmale

Pamphilius gyllenhali ist eine mittelgroße Blattwespe aus der Familie der Pamphiliidae. Wie für die Gattung Pamphilius typisch, besitzt die Art einen gedrungenen, wenig eingeschnürten Körperbau ohne die für viele Wespen charakteristische Wespentaille. Die Färbung ist überwiegend schwarz mit gelben bis gelblichen Zeichnungselementen an Kopf, Thorax und Abdomen. Die Flügel sind transparent und leicht gebräunt. Aufgrund der großen Ähnlichkeit mit verwandten Arten der Gattung ist eine sichere Bestimmung oft nur durch genaue Untersuchung der Genitalstrukturen möglich.

Lebensraum

Die Art besiedelt Waldränder, Hecken-Biotope und andere Lebensräume mit Weidenbewuchs. Als Wirtspflanzen der Larven dienen vor allem Salweide (Salix caprea) und Ohrweide (Salix aurita), weshalb das Vorkommen eng an das Vorhandensein dieser Weidenarten geknüpft ist. Pamphilius gyllenhali fliegt von Mai bis Juni und ist in dieser Zeit an geeigneten Standorten in weiten Teilen Mittel- und Nordeuropas anzutreffen.

Besonderheiten

Das auffälligste Merkmal der Larvalbiologie ist der Bau sogenannter Wohnröhren oder Blattrollen: Die Larven spinnen mithilfe von Gespinstfäden einzelne Weidenblätter zusammen und schaffen sich so einen geschützten Fraßraum, in dem sie das Blattgewebe verzehren. Dieses Verhalten ist namensgebend für die gesamte Familie der Gespinstblattwespen. Jede Larve lebt solitär in ihrer selbst gebauten Röhre. Die Art kann mit anderen ähnlichen Pamphilius-Arten verwechselt werden, weshalb zur sicheren Bestimmung Spezialliteratur oder die Untersuchung unter dem Mikroskop empfohlen wird.