Totengräber Nicrophorus interruptus
Name
Nicrophorus interruptus
Familie
Silphidae (Aaskäfer)
Körpergröße
18–26 mm Körperlänge
Merkmale
Nicrophorus interruptus gehört zu den mittelgroßen Totengräberkäfern. Charakteristisch sind die geraden Hinterschienen, die ihn von verwandten Arten unterscheiden. Die Flügeldecken zeigen das für Totengräber typische orange-schwarze Muster mit unterbrochenen Querbinden – worauf auch der Artname interruptus hinweist. Auffällig sind zudem die goldgelb behaarten Tergite, also die Hinterleibssegmente, die bei der Bestimmung ein wichtiges Merkmal darstellen. Die Fühler enden in einem charakteristischen orangefarbenen Keulensegment.
Lebensraum
Die Art besiedelt verschiedene Lebensräume und kommt sowohl in Wäldern als auch in offenen, teilweise trockenen Landschaften vor. Entscheidend ist vor allem das Vorhandensein geeigneter Kadaver kleiner Wirbeltiere, die als Nahrung und zur Fortpflanzung genutzt werden. Nicrophorus interruptus ist von etwa April bis Oktober aktiv, mit einer erhöhten Aktivität im Sommer. Die Tiere sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und werden durch den Geruch verwesender Tiere angelockt.
Besonderheiten
Nicrophorus interruptus zeigt ausgeprägte Brutfürsorge: Männchen und Weibchen vergraben gemeinsam einen kleinen Kadaver, beispielsweise einer Maus oder eines Vogels, als Nahrungsvorrat für die Larven. In unmittelbarer Nähe wird eine Brutkammer angelegt. Die frisch geschlüpften Larven werden von den Eltern betreut und zunächst aktiv mit Nahrung versorgt, bevor sie zunehmend selbstständig am Kadaver fressen. Die Art ist in Mitteleuropa verbreitet und kann lokal regelmäßig auftreten. Verwechslungen sind mit ähnlichen Totengräberarten möglich, weshalb Merkmale wie die geraden Hinterschienen, die goldgelbe Behaarung der Hinterleibstergite und die Färbung der Flügeldecken zur Bestimmung herangezogen werden. Ein Synonym der Art ist Necrophorus fossor.