Hellbrauner Kurzflügler (Manda mandibularis)

Hellbrauner Kurzflügler Manda mandibularis

Name

Hellbrauner Kurzflügler (Manda mandibularis)

Familie

Staphylinidae (Kurzflügler)

Körpergröße

Körperlänge 6–8 mm

Merkmale

Wie der deutsche Name bereits andeutet, ist der Hellbraune Kurzflügler insgesamt hellbraun gefärbt. Charakteristisch für die Familie der Kurzflügler sind die stark verkürzten Deckflügel (Elytren), die nur einen kleinen Teil des Hinterleibs bedecken, sodass mehrere Hinterleibssegmente frei sichtbar bleiben. Der Körper ist langgestreckt und schmal, der Kopf kräftig mit gut entwickelten Mandibeln, worauf auch der Artname mandibularis hinweist. Trotz der kurzen Deckflügel sind die Hinterflügel voll ausgebildet und ermöglichen aktives Fliegen.

Lebensraum

Der Hellbraune Kurzflügler besiedelt vor allem sehr feuchte Lebensräume an Gewässern. Typisch sind die Bodenstreu und organischen Ablagerungen in der zeitweise trockenfallenden Uferzone von Teichen, Seen und anderen stehenden Gewässern. Häufig findet man die Art in wassergesättigter Laubstreu unter Laubbäumen. Die Tiere leben in der Bodenstreu und ernähren sich vermutlich unter anderem von Algen und anderen organischen Bestandteilen. Die Art ist in Deutschland nur lokal und vergleichsweise selten nachgewiesen.

Besonderheiten

Auffällig ist die ausgeprägte Nachtaktivität der Imagines, die dabei auch künstliche Lichtquellen anfliegen und gelegentlich durch Lichtfang nachgewiesen werden. Kurzflügler sind häufig räuberisch oder ernähren sich von zersetzendem organischen Material; auch für Manda mandibularis wird eine räuberische Lebensweise vermutet. In der aktuellen Roten Liste Deutschlands wird die Art in der Vorwarnliste geführt. Dies weist auf eine mögliche Gefährdung ihrer Bestände hin, ohne dass sie derzeit als gefährdet im Sinne der Kategorie 3 eingestuft ist. Verwechslungen sind mit anderen hellbraun gefärbten, ähnlich großen Kurzflüglern möglich, die ebenfalls Ufer- und Feuchtbiotope besiedeln.