Grabwespe Crabro scutellatus

Grabwespe Crabro scutellatus Männchen

Name

Crabro scutellatus

Familie

Crabronidae

Körpergröße

7–11 mm

Merkmale

Crabro scutellatus ist eine mittelgroße Grabwespe mit einer Körperlänge von 7 bis 11 mm. Ein auffälliges Erkennungsmerkmal der Männchen ist das dunkelbraun gefärbte Tibienschild, das von dünnen, hellen Linien durchzogen wird. Wie bei vielen Grabwespen zeigt die Art eine schwarz-gelbe Zeichnung am Hinterleib, die typisch für die Gattung Crabro ist. Der Körperbau ist gedrungen und kräftig, mit deutlich ausgeprägtem Kopf und breitem Thorax.

Lebensraum

Die Art besiedelt bevorzugt offene, sandgeprägte Lebensräume. Dazu zählen Dünen-Biotope, Sandgruben, Sandmagerrasen sowie Heide-Biotope. Diese Standorte bieten sowohl lockere Böden für die Nestanlage als auch ein ausreichendes Angebot an Beuteinsekten. Die Flugzeit erstreckt sich von Juni bis August, in der die Tiere als Imagines aktiv sind.

Besonderheiten

Die Weibchen von Crabro scutellatus nisten gesellig in sandigen Böden, wo sie röhrenartige Erdnester anlegen. Als Larvennahrung werden Fliegen erbeutet und eingelagert, wobei die Art eine deutliche Vorliebe für Dolichopodidae – sogenannte Langbeinfliegen – zeigt. Die gelähmten Fliegen werden in die Brutzellen eingetragen und dienen den Larven als Nahrungsreserve. Dieses Verhalten, bei dem die Beute lebend aber bewegungsunfähig konserviert wird, ist typisch für solitäre und semisoziale Grabwespen. Aufgrund ihrer Bindung an offene Sandlebensräume gilt die Art als Indikator für naturnahe, wenig gestörte Sandstandorte, die in der Kulturlandschaft zunehmend selten werden. Verwechslungen sind mit ähnlichen Arten der Gattung Crabro möglich, weshalb eine genaue Betrachtung des Tibienschildes bei der Bestimmung entscheidend ist.