Grabwespe Crossocerus spec.

Grabwespen Gattung Crossocerus

Name

Crossocerus spec.

Familie

Crabronidae

Körpergröße

4–14 mm (je nach Art)

Merkmale

Die Grabwespen der Gattung Crossocerus sind überwiegend schwarz gefärbt, oft mit gelben oder weißlichen Zeichnungselementen an Beinen und Hinterleib. Ihr Körperbau ist kompakt, der Kopf auffallend breit und die Augen groß. Ein charakteristisches Merkmal vieler Arten ist die verbreiterte, abgeflachte Vordertibia, die zum Graben genutzt wird. Die einzelnen Arten der Gattung sind sich jedoch so ähnlich, dass eine sichere Bestimmung anhand von Fotos kaum möglich ist – selbst Spezialisten benötigen dafür oft mikroskopische Untersuchungen der Genitalstrukturen oder anderer Feinmerkmale.

Lebensraum

Crossocerus-Arten besiedeln ein breites Spektrum an Lebensräumen. Bevorzugt werden besonnte, vegetationsarme Stellen mit lockerem oder sandigem Boden sowie morsches Totholz, in dem viele Arten ihre Niströhren anlegen. Man findet sie in Sandgruben, Wegrändern, lichten Wäldern und Gärten. In Deutschland sind 30 Arten nachgewiesen. Die Flugzeit erstreckt sich je nach Art von Mai bis September, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten Juni bis August.

Besonderheiten

Crossocerus-Arten sind solitäre Stechimmen, die ihre Nester selbst anlegen und mit gelähmter Beute – meist Fliegen oder anderen Zweiflüglern – als Larvenproviant versorgen. Sie gelten als wichtige Nützlinge im Ökosystem. Die Gattung zählt mit 30 heimischen Arten zu den artenreichsten Grabwespengattungen Deutschlands, was die Bestimmung einzelner Individuen erheblich erschwert. Verwechslungen mit anderen kleinen Grabwespen-Gattungen sind häufig. Einige Arten sind auf spezifische Biotoptypen angewiesen und gelten regional als gefährdet, insbesondere durch den Verlust offener Sandlebensräume und Totholz.