Schildbeinige Silbermundwespe (Crabro cribrarius)
Name
Schildbeinige Silbermundwespe (Crabro cribrarius)
Familie
Crabronidae (Grabwespen)
Körpergröße
Körperlänge 9–17 mm
Merkmale
Die Schildbeinige Silbermundwespe ist eine mittelgroße Grabwespe mit schwarz-gelber Zeichnung, die typisch für viele Crabroniden ist. Auffälligstes Merkmal sind die schildartig verbreiterten Vorderschienen der Männchen, die dieser Art ihren deutschen Namen geben. Die Mundwerkzeuge schimmern silbrig-weißlich, was ebenfalls namensgebend ist. Weibchen sind in der Regel größer als Männchen und erreichen bis zu 17 mm Körperlänge. Der Körperbau ist kräftig und gedrungen, der Hinterleib zeigt deutliche gelbe Querbinden auf schwarzem Grund.
Lebensraum
Die Art besiedelt bevorzugt Lebensräume mit lockerem, grabfähigem Sandboden: Sandgruben, Wegränder, Waldränder und offene Wiesenbiotope gehören zu ihren typischen Habitaten. Entscheidend ist das Vorhandensein von unbewachsenen oder spärlich bewachsenen Sandflächen, in die die Weibchen ihre Erdnester anlegen können. Die Flugzeit erstreckt sich von Juni bis September, mit dem Hauptvorkommen in den Sommermonaten Juli und August.
Besonderheiten
Das Brutverhalten der Weibchen ist bemerkenswert: Sie graben bis zu 20 cm tiefe Erdnester in sandige Böden und tragen gelähmte Fliegen als Larvennahrung ein. Die Beute wird durch einen gezielten Stich gelähmt und lebend in den Brutzellen eingelagert, sodass die Larven stets frische Nahrung vorfinden. Besonders auffällig ist das Paarungsverhalten: Die Männchen setzen ihre verbreiterten Vorderschienen aktiv ein, um während der Kopulation die Augen der Weibchen abzudecken – ein in der Insektenwelt ungewöhnliches Verhalten, dessen genaue Funktion noch diskutiert wird. Verwechslungen sind mit anderen ähnlich gefärbten Grabwespen der Gattung Crabro möglich, die jedoch keine derart auffällig verbreiterten Vorderschienen aufweisen.