Späte Frühlingsschwebfliege (Meliscaeva cinctella)
Name
Späte Frühlingsschwebfliege (Meliscaeva cinctella)
Familie
Schwebfliegen (Syrphidae)
Körpergröße
9–11 mm (Körperlänge)
Merkmale
Die Späte Frühlingsschwebfliege ist eine mittelgroße Schwebfliege mit einer Körperlänge von 9 bis 11 mm. Wie viele Vertreter der Familie zeigt sie eine schwarz-gelbe Bänderung auf dem Hinterleib, die an Wespen oder Bienen erinnert – ein klassisches Beispiel für Mimikry. Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal ist das schwarz behaarte Schildchen (Scutellum), das die Art von ähnlich aussehenden Verwechslungsarten unterscheidet. Die Augen der Männchen stoßen auf der Stirn zusammen (holoptin), während sie bei Weibchen getrennt sind – ein bei Schwebfliegen weit verbreitetes Geschlechtsmerkmal.
Lebensraum
Meliscaeva cinctella besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen und ist dabei besonders häufig in waldnahen Bereichen anzutreffen, etwa an Waldrändern, in Lichtungen, Heckenlandschaften und strukturreichen Gärten. Die Art ist von April bis September aktiv und damit über einen langen Zeitraum im Jahr zu beobachten. Blütenreiche Standorte werden bevorzugt aufgesucht, da die erwachsenen Tiere auf Pollen und Nektar als Nahrungsquelle angewiesen sind.
Besonderheiten
Die Larven der Späten Frühlingsschwebfliege sind räuberisch und ernähren sich von Blattläusen, weshalb die Art aus gärtnerischer Sicht als nützlich gilt. Die Imagines bevorzugen beim Blütenbesuch Doldenblütler, sind aber auch an anderen Blüten zu finden. Eine häufige Verwechslungsart ist die Buchen-Schwebfliege, deren Schildchen im Gegensatz zu Meliscaeva cinctella gelb behaart ist – dieses Merkmal ist im Feld gut erkennbar und ermöglicht eine zuverlässige Unterscheidung beider Arten. Schwebfliegen allgemein sind wichtige Bestäuber und tragen wesentlich zur Ökologie blütenreicher Lebensräume bei.