Gelbbein-Wiesenschwebfliege (Epistrophe diaphana)
Name
Gelbbein-Wiesenschwebfliege (Epistrophe diaphana)
Familie
Schwebfliegen (Syrphidae)
Körpergröße
Körperlänge 10–11 mm
Merkmale
Die Gelbbein-Wiesenschwebfliege ist eine mittelgroße Schwebfliege mit einer Körperlänge von 10 bis 11 mm. Wie viele Vertreter der Gattung Epistrophe zeigt sie eine schwarz-gelbe Bänderung auf dem Hinterleib, die an Wespen erinnert – ein klassisches Beispiel für Mimikry. Das auffälligste Bestimmungsmerkmal ist die gelb behaarte Stirn, die sie von der sehr ähnlichen Wiesenschwebfliege Epistrophe grossulariae unterscheidet, bei der die Stirnbehaarung dunkel ist. Der Artname diaphana verweist auf die durchscheinenden Flügel. Das abgebildete Exemplar ist männlich.
Lebensraum
Die Art besiedelt strukturreiche Offenlandschaften und Halbschatten-Biotope: Waldränder, Lichtungen, Heckenlandschaften und blütenreiche Wiesen gehören zu ihren bevorzugten Lebensräumen. Sie ist in weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis September, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten.
Besonderheiten
Die Larven der Gelbbein-Wiesenschwebfliege sind räuberisch und ernähren sich von Blattläusen – sie leisten damit einen nützlichen Beitrag zur natürlichen Schädlingskontrolle in Gärten und auf landwirtschaftlichen Flächen. Die erwachsenen Tiere besuchen bevorzugt weiße Doldenblütler wie Wilde Möhre oder Wiesenkerbel als Pollen- und Nektarquellen und sind damit auch als Bestäuber ökologisch wertvoll. Die Verwechslungsgefahr mit ähnlichen Epistrophe-Arten ist hoch; eine sichere Bestimmung erfordert die genaue Betrachtung der Stirnbehaarung. Über den genauen Gefährdungsstatus in Deutschland liegen regional unterschiedliche Einschätzungen vor; generell profitiert die Art von blütenreichen, extensiv genutzten Landschaften.