Narzissenschwebfliege (Merodon equestris)

Narzissenschwebfliege Merodon equestris

Name

Narzissenschwebfliege (Merodon equestris)

Familie

Schwebfliegen (Syrphidae)

Körpergröße

Körperlänge 9–14 mm

Merkmale

Die Narzissenschwebfliege ist eine mittelgroße, gedrungen wirkende Schwebfliege mit auffällig verdickten Hinterschenkeln, an denen sich ein kleiner, dreieckiger Fortsatz befindet. Die Beine sind vollständig schwarz gefärbt. Charakteristisch sind die hell behaarten Augen sowie eine markante Flügeladerung mit einer starken Ausbuchtung der Ader 3. Die Art tritt in mehreren Farbvariationen auf, die von gelblich-braun über rotbraun bis hin zu schwarz-gelb gebändert reichen können. Diese Variabilität macht eine sichere Bestimmung im Feld oft schwierig. Im Erscheinungsbild ähnelt die Art verschiedenen Hummelarten, was als Schutzmimikry gedeutet wird.

Lebensraum

Die Narzissenschwebfliege besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen. Sie ist an Waldrändern, auf Wiesen und Magerrasen sowie im Siedlungsbereich anzutreffen, besonders dort, wo Narzissen und andere Liliengewächse wachsen. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und kommt auch in Gärten und Parks regelmäßig vor. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis August, mit einem Schwerpunkt im späten Frühjahr und Frühsommer.

Besonderheiten

Die Larven der Narzissenschwebfliege entwickeln sich endophytisch in den Zwiebeln von Narzissen und anderen Liliengewächsen, wo sie sich von Zwiebelgewebe ernähren. In Gärten und Parkanlagen kann die Art dadurch gelegentlich als Schädling an Zierpflanzen auftreten. Besonders bemerkenswert ist die ausgeprägte Hummel-Mimikry: Je nach Farbvariation ahmt die Fliege verschiedene Hummelarten nach, was ihr Schutz vor Fressfeinden bietet. Die Bestimmung der einzelnen Farbformen ist selbst für Fachleute anspruchsvoll. Adulte Tiere besuchen zur Nahrungsaufnahme verschiedene Blüten und leisten dabei einen Beitrag zur Bestäubung.