Gemeine Langbauchschwebfliege (Xylota segnis)

Gemeine Langbauchschwebfliege Xylota segnis

Name

Gemeine Langbauchschwebfliege (Xylota segnis)

Familie

Schwebfliegen (Syrphidae)

Körpergröße

Körperlänge 10–13 mm

Merkmale

Xylota segnis ist eine mittelgroße Schwebfliege mit einem auffällig gestreckten, schlanken Hinterleib, der der Art ihren deutschen Namen verleiht. Der Hinterleib ist überwiegend schwarz gefärbt, wobei das zweite und dritte Segment rötlich bis orange gefärbt sind und jeweils eine schwarze Mittellinie aufweisen. Besonders charakteristisch sind die deutlich bedornten Hinterschenkel, die als zuverlässiges Bestimmungsmerkmal gegenüber ähnlichen Arten derselben Gattung dienen. Die Augen sind bei Männchen fast zusammenstoßend, bei Weibchen durch eine Stirnstrieme getrennt. Die Art ist insgesamt unauffällig gefärbt und besitzt keine typische gelb-schwarze Wespentracht.

Lebensraum

Die Gemeine Langbauchschwebfliege bewohnt Wälder, Waldränder, Lichtungen und strukturreiche Gärten. Sie ist besonders dort anzutreffen, wo morsches Holz, austretender Baumsaft und anderes sich zersetzendes Pflanzenmaterial vorhanden sind, da die Larven auf solche organischen Substrate angewiesen sind. Die Imagines fliegen von Mai bis September und sind in dieser Zeit regelmäßig auf Blättern oder gelegentlich an Blüten zu beobachten.

Besonderheiten

Im Gegensatz zu vielen anderen Schwebfliegen besucht Xylota segnis Blüten nur selten zum Nektarsaugen. Stattdessen nehmen die Imagines Pollen auf, indem sie ihn von Blättern und anderen Oberflächen abtupfen – ein ungewöhnliches Verhalten innerhalb der Familie. Die Larven leben saprophag, also von zersetzendem organischen Material in morschem Holz und Baumhöhlenmulm, und leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Abbau toter Biomasse im Wald. Die Art gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet und nicht gefährdet, ist jedoch auf das Vorhandensein von Altholz und Totholzstrukturen angewiesen. Wer ähnliche Arten der Gattung bestimmen möchte, achtet am besten auf die Bedornung der Hinterschenkel, die bei dieser Art besonders ausgeprägt ist.