Gemeine Keulenschwebfliege (Syritta pipiens)
Name
Gemeine Keulenschwebfliege (Syritta pipiens)
Familie
Schwebfliegen (Syrphidae)
Körpergröße
Körperlänge 7–9 mm
Merkmale
Die Gemeine Keulenschwebfliege ist eine schlanke, vergleichsweise kleine Schwebfliege. Ihr auffälligstes Merkmal sind die keulenförmig verdickten Hinterschenkel, die an der Unterseite mit kräftigen Dornen besetzt sind – ein einzigartiges Erkennungsmerkmal innerhalb der heimischen Schwebfliegenfauna. Der Hinterleib ist schmal und langgestreckt, dunkel gefärbt mit gelblichen Seitenbinden. Männchen lassen sich von Weibchen durch die bei Schwebfliegen typischen zusammenstoßenden Augen (holopte Augen) unterscheiden, während Weibchen dichopte, also getrennte Augen besitzen. Die Beine sind teilweise gelblich gefärbt.
Lebensraum
Die Art besiedelt offene und halboffene Lebensräume wie Gärten, Wegränder, Wiesen, Ruderalflächen, Parkanlagen und Waldränder. Sie ist häufig an blütenreichen Standorten anzutreffen, wo sie Pollen, Nektar und Honigtau aufnimmt. Die Larven entwickeln sich in feuchtem, verrottendem Pflanzenmaterial sowie in Kompost und Mist. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis September, mit einem Häufigkeitsgipfel in den Sommermonaten.
Besonderheiten
Die Gemeine Keulenschwebfliege zählt zu den häufigsten und weit verbreiteten Schwebfliegenarten Mitteleuropas und ist in nahezu ganz Europa sowie Teilen Asiens und Nordafrikas verbreitet. Männchen zeigen ein ausgeprägtes Territorialverhalten und verteidigen Reviere gegen Rivalen. Als Blütenbesucher leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Bestäubung von Wildpflanzen und Kulturpflanzen. Verwechslungen sind mit ähnlich gebauten, schlanken Schwebfliegenarten möglich, doch die charakteristisch verdickten und bedornten Hinterschenkel machen die Art bei genauer Betrachtung unverwechselbar. Eine Gefährdung besteht derzeit nicht; die Art gilt als ungefährdet.