Pelzige Mistbiene (Eristalis intricaria)

Eristalis intricaria Weibchen

Name

Pelzige Mistbiene (Eristalis intricaria)

Familie

Schwebfliegen (Syrphidae)

Körpergröße

Körperlänge 11–14 mm

Merkmale

Die Pelzige Mistbiene ist eine der auffälligsten heimischen Schwebfliegen und gilt als ausgezeichnete Hummel-Mimikry. Ihr Körper ist dicht behaart und wirkt dadurch pelzig – daher der treffende deutsche Name. Die Grundfärbung ist schwarz, wobei Thorax und Teile des Hinterleibs von gelblich-oranger bis rotbrauner Behaarung bedeckt sind, was die Ähnlichkeit mit Hummeln verstärkt. Das Weibchen zeigt im Vergleich zum Männchen oft eine etwas gedrungenere Körperform. Die Augen sind beim Weibchen deutlich getrennt (dichoptisch), beim Männchen hingegen stoßen sie oben zusammen (holoptisch). Die Flügel sind leicht gebräunt.

Lebensraum

Die Art besiedelt feuchte, strukturreiche Lebensräume: Feuchtwiesen, Waldränder, Gebüschsäume sowie die Umgebung von Kleingewässern und Gräben. Erwachsene Tiere besuchen regelmäßig Blüten zur Nahrungsaufnahme, bevorzugt Doldenblütler und andere offene Blütenformen. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis September, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten.

Besonderheiten

Besonders bemerkenswert ist die Larvalbiologie: Die Larven der Pelzigen Mistbiene gehören zu den sogenannten Rattenschwanzlarven – benannt nach dem langen, atemrohrartigen Fortsatz am Hinterleib, mit dem sie Luft von der Wasseroberfläche aufnehmen können. Sie leben in stark organisch belastetem Wasser wie Jauche-Gruben, Gülleteichen oder sauerstoffarmen Kleingewässern und ernähren sich von organischen Abfällen, womit sie eine wichtige Rolle im Abbau organischer Substanz übernehmen. Als Hummel-Imitatorin profitiert die wehrlose Fliege vom Schutz durch Mimikry gegenüber Fressfeinden. Verwechslungen sind vor allem mit ähnlich gefärbten Hummelarten sowie mit anderen pelzig behaarten Schwebfliegenarten möglich. Die Art gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet und nicht gefährdet.