Hornissen-Schwebfliege (Volucella zonaria)
Name
Hornissen-Schwebfliege (Volucella zonaria)
Familie
Schwebfliegen (Syrphidae)
Körpergröße
Körperlänge 18–22 mm
Merkmale
Die Hornissen-Schwebfliege ist die größte in Mitteleuropa vorkommende Schwebfliegenart und besticht durch ihre auffällige Hornissentracht: Der Hinterleib zeigt breite gelb-braune und schwarze Querbinden, die Brust ist rotbraun gefärbt. Das Gesicht ist gelb, die Augen groß und bei Männchen auf der Stirn zusammenstoßend, bei Weibchen durch einen Stirnstreifen getrennt. Die Flügel sind leicht gebräunt. Dank dieser Färbung und der stattlichen Körpergröße ist die Art im Feld kaum mit kleineren Schwebfliegen zu verwechseln.
Lebensraum
Die Hornissen-Schwebfliege besiedelt strukturreiche, warme Lebensräume wie Lichtungen, Waldränder und Hecken-Biotope. Als wärmeliebende Art bevorzugt sie sonnenexponierte Standorte, oft in der Nähe von Siedlungen und Gärten. Zur Nahrungsaufnahme werden verschiedene Blütenpflanzen aufgesucht, darunter Oregano, Hartriegel und Wasserdost. Die Flugzeit erstreckt sich von Juni bis September.
Besonderheiten
Die Hornissen-Schwebfliege ist ein klassisches Beispiel für Bates'sche Mimikry: Als völlig wehrlose Fliege ahmt sie das Erscheinungsbild der gefürchteten Hornisse nach und schreckt damit Fressfeinde wirkungsvoll ab. Die Larven entwickeln sich in Nestern sozialer Wespen und Hornissen, wo sie von organischen Abfällen und abgestorbenen Larven leben – ein bemerkenswertes Beispiel für Kommensalismus. Ursprünglich ein Tier wärmerer Regionen, hat die Art im Zuge des Klimawandels ihr Verbreitungsgebiet in Mitteleuropa deutlich ausgeweitet und ist heute in vielen Teilen Deutschlands regelmäßig anzutreffen. Verwechslungen sind am ehesten mit der ähnlich gefärbten Gemeine Waldschwebfliege möglich, die jedoch deutlich kleiner ausfällt.