Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus)

Hainschwebfliege Episyrphus balteatus

Name

Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus)

Familie

Schwebfliegen (Syrphidae)

Körpergröße

Körperlänge 8–12 mm

Merkmale

Die Hainschwebfliege gehört zu den auffälligsten heimischen Schwebfliegen. Ihr Hinterleib zeigt ein charakteristisches Muster aus abwechselnd breiten und schmalen orangegelben sowie schwarzen Querbinden, wobei die schwarzen Binden unterschiedlich breit sind – ein Merkmal, das sie von ähnlichen Arten unterscheidet. Der Thorax ist bronzefarben bis olivgrün schimmernd. Die Augen der Männchen stoßen oben zusammen (holoptin), während sie bei Weibchen getrennt sind. Wie alle Schwebfliegen kann Episyrphus balteatus auf der Stelle in der Luft verharren, was ihr den Namen eingebracht hat.

Lebensraum

Die Hainschwebfliege ist ausgesprochen anpassungsfähig und besiedelt nahezu alle Lebensräume: Gärten, Parks, Waldränder, Wiesen, Felder und Siedlungsbereiche. Sie stellt keine besonderen Habitatansprüche und zählt daher zu den häufigsten und weitverbreitetsten Schwebfliegenarten Mitteleuropas. Die Flugzeit erstreckt sich von März bis November. In milden Jahren oder bei Einwanderung aus südlicheren Regionen können Individuen sogar im Winter beobachtet werden, was den Alternativnamen Winterschwebfliege erklärt.

Besonderheiten

Die Imagines ernähren sich von Pollen und Nektar und leisten dabei einen wertvollen Beitrag zur Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen. Die Larven hingegen sind räuberisch und fressen überwiegend Blattläuse, weshalb die Art als nützlicher Blattlausvertilger in Gärten und der Landwirtschaft gilt. Episyrphus balteatus ist ein bekannter Wespenmimikant: Durch ihre gelb-schwarze Zeichnung ahmt sie das Erscheinungsbild von Wespen nach und schreckt so potenzielle Fressfeinde ab, obwohl sie völlig harmlos ist. Die Art ist außerdem für ausgeprägte Wanderbewegungen bekannt und kann in manchen Jahren in großen Schwärmen auftreten.