Hundeschnauzenschwebfliege (Blera fallax)
Name
Hundeschnauzenschwebfliege (Blera fallax)
Familie
Schwebfliegen (Syrphidae)
Körpergröße
10–12 mm
Merkmale
Die Hundeschnauzenschwebfliege ist eine mittelgroße Schwebfliege mit einer Körperlänge von 10 bis 12 mm. Charakteristisch ist das verlängerte, rüsselartig wirkende Gesicht, das dem Tier seinen deutschen Namen eingebracht hat. Die Grundfärbung des Hinterleibs ist schwarz mit auffälligen orangegelben bis rostfarbenen Querbinden. Thorax und Schildchen sind metallisch glänzend dunkel gefärbt. Die Flügel sind leicht gebräunt. Männchen und Weibchen unterscheiden sich vor allem durch den Augenabstand: Männchen haben zusammenstoßende Augen (holoptin), Weibchen dagegen getrennte Augen.
Lebensraum
Die Art besiedelt lichte Laub- und Nadelwälder, Waldränder, Lichtungen, Hecken-Biotope sowie blütenreiche Wiesen in der Nähe von Altholzbeständen. Entscheidend für das Vorkommen ist das Vorhandensein von Nadelbaum-Totholz, insbesondere absterbender oder bereits toter Waldkiefern, in dem sich die Larven entwickeln. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Mai bis Juli.
Besonderheiten
Die Larven der Hundeschnauzenschwebfliege sind auf Totholz spezialisiert und leben als Saproxylophage in feuchtem, morschem Nadelholz, bevorzugt in Waldkiefern. Die erwachsenen Tiere ernähren sich von Pollen und Nektar verschiedener Blütenpflanzen, darunter Brombeere, Kirsche und Berberitze. Aufgrund ihrer Bindung an altes Totholz gilt die Art in vielen Teilen Mitteleuropas als gefährdet und ist ein Zeiger für naturnahe, strukturreiche Wälder mit ausreichend Totholzanteil. Verwechslungen sind mit anderen ähnlich gefärbten Schwebfliegen möglich, die ebenfalls gelb-schwarze Hinterleibsbinden aufweisen. Eine genaue Bestimmung erfordert daher oft eine genaue Betrachtung der Gesichtsform und der Flügeladerung.