Schwarze Augenfleck-Schwebfliege (Eristalinus sepulchralis)
Name
Schwarze Augenfleck-Schwebfliege (Eristalinus sepulchralis)
Familie
Schwebfliegen (Syrphidae)
Körpergröße
Körperlänge 7–10 mm
Merkmale
Die Schwarze Augenfleck-Schwebfliege ist eine mittelgroße Schwebfliege mit einer Körperlänge von 7 bis 10 mm. Charakteristisch für die Gattung Eristalinus sind die auffällig gemusterten, gefleckten Facettenaugen, die der Art ihren deutschen Namen geben. Die Grundfärbung des Körpers ist überwiegend dunkel bis schwärzlich, mit gelblichen oder bräunlichen Zeichnungselementen auf dem Hinterleib. Bei den Männchen stehen die Augen etwas getrennt voneinander, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber nah verwandten Arten darstellt. Die Beine sind teilweise gelblich gefärbt. Wie viele Schwebfliegen ahmt die Art in ihrer Erscheinung Bienen oder Wespen nach, ist jedoch harmlos und stachellos.
Lebensraum
Die Schwarze Augenfleck-Schwebfliege besiedelt bevorzugt feuchte Lebensräume wie Feuchtwiesen, Moore, Sümpfe sowie Ufer von Bächen, Teichen und anderen Gewässern. Die Larven entwickeln sich in schlammigem, organisch reichem Wasser, weshalb die Art auch den alternativen deutschen Namen Matte Faulschlammschwebfliege trägt. Die Imagines besuchen Blüten zur Nahrungsaufnahme und sind von April bis September zu beobachten. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und gilt als typischer Bewohner von Feuchtbiotopen in der Niederung.
Besonderheiten
Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal zur Abgrenzung von ähnlichen Arten ist die Augenstellung der Männchen: Bei der Schwarzen Augenfleck-Schwebfliege stehen die Augen leicht getrennt, während bei der ähnlichen Art Eristalinus aeneus die Augen der Männchen direkt aneinanderstoßen. Die Larven gehören zu den sogenannten Rattenschwanzlarven, die mit einem langen, atemrohrartigen Fortsatz ausgestattet sind und so in sauerstoffarmem Faulschlamm überleben können. Die Imagines sind häufig auf Doldenblütlern und anderen offenen Blüten anzutreffen, wo sie Nektar und Pollen aufnehmen. Trotz ihrer Bindung an Feuchtgebiete gilt die Art in Mitteleuropa als noch vergleichsweise weit verbreitet, profitiert jedoch von naturnahen, unverbauten Gewässerufern.