Heidegrashüpfer (Stenobothrus lineatus)
Name
Heidegrashüpfer (Stenobothrus lineatus)
Familie
Acrididae (Feldheuschrecken)
Körpergröße
Männchen 16–20 mm, Weibchen 20–26 mm
Merkmale
Der Heidegrashüpfer ist eine mittelgroße Feldheuschrecke mit schlankem Körperbau. Die Grundfärbung variiert von grün über braun bis graugrün, oft mit einem auffälligen weißen Längsstreifen entlang der Flügeldecken, der als markantes Erkennungsmerkmal gilt. Die Männchen sind in der Regel schlanker und deutlich kleiner als die Weibchen. Die Hinterschenkel tragen auf der Innenseite ein charakteristisches Muster aus dunklen Zickzacklinien. Der Gesang des Männchens ist ein lang gezogenes, leises Zirpen, das an ein gleichmäßiges Surren erinnert und sich von verwandten Arten gut unterscheiden lässt.
Lebensraum
Der Heidegrashüpfer besiedelt trockene, magere und oft sandige Lebensräume. Typische Biotope sind Heideflächen wie die Lüneburger Heide, Trockenrasen, Magerwiesen sowie Sandgruben und Binnendünen. Die Art bevorzugt lückige Vegetation mit offenen Bodenstellen und ist auf ein warmes Mikroklima angewiesen. Adulte Tiere sind von Juli bis Oktober anzutreffen, wobei der Höhepunkt der Aktivität in den Monaten August und September liegt.
Besonderheiten
Der Heidegrashüpfer gilt als Charakterart der Heidelandschaft und reagiert empfindlich auf Veränderungen seines Lebensraums. In Niedersachsen wird die Art in der Roten Liste als RL 3 (gefährdet) eingestuft. Hauptursachen für den Rückgang sind Lebensraumverlust durch Sukzession, Verbuschung von Heideflächen sowie intensive Landnutzung. Verwechslungen sind vor allem mit dem Bunten Grashüpfer (Omocestus viridulus) möglich, der ähnliche Habitate besiedelt, jedoch keinen weißen Flügelstreifen aufweist. Schutzmaßnahmen wie Pflegemahd und Beweidung von Heideflächen sind entscheidend für den Erhalt stabiler Populationen.