Säbeldornschrecke (Tetrix subulata)

Adulte Exemplare der Säbeldornschrecke findet man ab August

Name

Säbeldornschrecke (Tetrix subulata)

Familie

Tetrigidae (Dornschrecken)

Körpergröße

Weibchen 12–17 mm, Männchen 9–12 mm

Merkmale

Die Säbeldornschrecke ist eine kleine, gedrungen wirkende Heuschrecke aus der Familie der Dornschrecken. Ihr auffälligstes Merkmal ist das verlängerte Halsschild (Pronotum), das sich kielartig über den Hinterleib erstreckt und deutlich über die Hinterflügel hinausragt – namensgebend für die gesamte Gruppe. Die Färbung ist sehr variabel und reicht von graubraun über dunkelbraun bis schwärzlich, oft mit feiner Marmorierung, die eine hervorragende Tarnung auf feuchtem Boden gewährleistet. Im Gegensatz zu vielen anderen Heuschrecken besitzt sie gut ausgebildete Hinterflügel und ist flugfähig.

Lebensraum

Die Säbeldornschrecke bewohnt bevorzugt feuchte bis nasse Lebensräume wie Feuchtwiesen, Uferstreifen von Bächen und Seen, Moore, Sümpfe sowie vegetationsarme, schlammige Stellen. Sie ist häufig in der Nähe von Gewässern anzutreffen und kann zeitweise überflutete Lebensräume gut besiedeln. Adulte Tiere sind vor allem ab August sowie nach der Überwinterung im Frühjahr anzutreffen. Die neue Generation entwickelt sich im Sommer; ein Teil der Tiere überwintert bereits als späte Nymphe, während andere als Imago überwintern. Die Paarung findet vor allem im Frühjahr statt.

Besonderheiten

Eine bemerkenswerte Eigenheit der Säbeldornschrecke ist, dass sowohl erwachsene Tiere als auch späte Nymphenstadien überwintern können. Die überwinternden Tiere werden im Frühjahr wieder aktiv und setzen ihre Entwicklung beziehungsweise Fortpflanzung fort. Die Tiere stridulieren nicht und sind daher nicht durch einen typischen Gesang auffällig. Verwechslungen sind möglich mit der Gemeinen Dornschrecke (Tetrix undulata), die jedoch meist ein kürzeres Pronotum besitzt, oder der Gefleckten Dornschrecke (Tetrix bipunctata). In Deutschland ist die Säbeldornschrecke weit verbreitet und gilt insgesamt als ungefährdet, auch wenn der Verlust geeigneter Feuchtlebensräume lokal problematisch sein kann.