Säbeldornschrecke (Tetrix subulata)

Adulte Exemplare der Säbeldornschrecke findet man ab August

Name

Säbeldornschrecke (Tetrix subulata)

Familie

Tetrigidae (Dornschrecken)

Körpergröße

Weibchen 12–17 mm, Männchen 9–12 mm

Merkmale

Die Säbeldornschrecke ist eine kleine, gedrungen wirkende Heuschrecke aus der Familie der Dornschrecken. Ihr auffälligstes Merkmal ist das verlängerte Halsschild (Pronotum), das sich kielartig über den Hinterleib erstreckt und deutlich über die Hinterflügel hinausragt – namensgebend für die gesamte Gruppe. Die Färbung ist sehr variabel und reicht von graubraun über dunkelbraun bis schwärzlich, oft mit feiner Marmorierung, die eine hervorragende Tarnung auf feuchtem Boden gewährleistet. Im Gegensatz zu vielen anderen Heuschrecken besitzt sie gut ausgebildete Hinterflügel und ist flugfähig.

Lebensraum

Die Säbeldornschrecke bewohnt bevorzugt feuchte bis nasse Lebensräume wie Feuchtwiesen, Uferstreifen von Bächen und Seen, Moore, Sümpfe sowie vegetationsarme, schlammige Stellen. Sie ist häufig in der Nähe von Gewässern anzutreffen und verträgt zeitweise Überflutungen gut. Adulte Tiere sind ab August zu beobachten, nach der Überwinterung erneut von April bis Juni. In dieser Frühjahrsphase findet auch die Paarung statt. Ab Juni schlüpfen die ersten Nymphen, die sich bis in den Herbst entwickeln.

Besonderheiten

Eine bemerkenswerte Eigenheit der Säbeldornschrecke ist ihre doppelte Überwinterungsstrategie: Nicht nur adulte Tiere überstehen den Winter, sondern auch Nymphen, deren Entwicklung bis zum Spätherbst nicht abgeschlossen ist. Dadurch kann die Art im Frühjahr gleichzeitig in verschiedenen Entwicklungsstadien auftreten. Die Tiere stridulieren kaum hörbar und fallen vor allem durch ihre Sprungfähigkeit auf. Verwechslungen sind möglich mit der Gemeinen Dornschrecke (Tetrix undulata), die jedoch ein kürzeres Pronotum besitzt, oder der Gefleckten Dornschrecke (Tetrix bipunctata). In Deutschland gilt die Art als weit verbreitet, ist aber durch den Verlust von Feuchtbiotopen regional unter Druck geraten.