Gemeiner Grashüpfer (Chorthippus parallelus)

Den Gemeinen Grashüpfer findet man auf Weiden oder in sonstigen offenen Lebensräumen

Name

Gemeiner Grashüpfer (Chorthippus parallelus)

Familie

Feldheuschrecken (Acrididae)

Körpergröße

Männchen 13–17 mm, Weibchen 17–25 mm Körperlänge

Merkmale

Der Gemeine Grashüpfer ist eine mittelgroße Feldheuschrecke mit grüner, brauner oder grau-bräunlicher Grundfärbung, die je nach Lebensraum stark variieren kann. Die meisten Tiere besitzen verkürzte Flügel und sind dadurch nur sehr eingeschränkt flugfähig. Gelegentlich treten jedoch vollständig geflügelte, flugfähige Individuen auf. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal sind die annähernd parallelen Seitenkiele des Halsschilds, auf die auch der lateinische Artname parallelus Bezug nimmt. Männchen sind deutlich kleiner als Weibchen und besitzen am Hinterschenkel eine gut entwickelte Schrilleiste, mit der sie ihren typischen Gesang erzeugen.

Lebensraum

Der Gemeine Grashüpfer besiedelt ein breites Spektrum offener und halboffener Lebensräume. Bevorzugt werden feuchte bis frische Wiesen, Feuchtwiesen, Waldränder, Weiden, Wegränder und extensiv genutzte Grünlandflächen. Die Art gilt als ausgesprochen anpassungsfähig und ist daher in weiten Teilen Europas häufig anzutreffen. Adulte Tiere sind von Juni bis Oktober aktiv und erreichen ihre höchste Dichte im Hochsommer zwischen Juli und September.

Besonderheiten

Der Gemeine Grashüpfer ist eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten Heuschreckenarten Mitteleuropas und gilt als ungefährdet. Er überwintert im Eistadium, die Larven schlüpfen im Frühsommer. Verwechslungen sind vor allem mit anderen Arten der Gattung beziehungsweise verwandten Grashüpfern möglich. Der Nachtigall-Grashüpfer (Chorthippus biguttulus) besitzt im Gegensatz zum Gemeinen Grashüpfer meist deutlich längere Flügel und ist ein guter Flieger; auch der Gesang unterscheidet sich deutlich. Chorthippus parallelus dient als wichtige Nahrungsquelle für Vögel, Eidechsen und Spinnen und spielt damit eine bedeutende Rolle im Ökosystem des Grünlandes. In intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaften mit häufigen Mahdzyklen können die Bestände lokal zurückgehen.