Gefleckte Keulenschrecke (Myrmeleotettix maculatus)
Name
Gefleckte Keulenschrecke (Myrmeleotettix maculatus)
Familie
Acrididae (Feldheuschrecken)
Körpergröße
Männchen 12–16 mm, Weibchen 15–20 mm
Merkmale
Die Gefleckte Keulenschrecke ist eine kleine, gedrungen wirkende Feldheuschrecke mit einer charakteristisch gemusterten Körperoberseite. Die Grundfärbung variiert stark und reicht von grau und braun über grünlich bis hin zu rötlichen Tönen, oft mit deutlichen dunklen Flecken und Längsstreifen. Das auffälligste Merkmal der Männchen sind die verdickten und nach außen gebogenen Fühlerkeulen, die der Art ihren deutschen Namen verleihen und sie eindeutig von ähnlichen Arten unterscheiden. Bei den Weibchen sind die Fühler weniger stark verdickt. Beide Geschlechter besitzen gut ausgebildete Hinterflügel und sind flugfähig.
Lebensraum
Die Gefleckte Keulenschrecke besiedelt bevorzugt warme, trockene und lückig bewachsene Standorte. Typische Biotope sind Sandgruben, Binnendünen, Trocken- und Magerrasen sowie Heidegebiete mit offenem Sandboden. Die Art gilt als Charaktertier der Sandlebensräume und meidet dichte Vegetation. Adulte Tiere sind von Juni bis Oktober anzutreffen, wobei der Hochsommer die Hauptaktivitätszeit darstellt.
Besonderheiten
Die Gefleckte Keulenschrecke erzeugt ihren Gesang durch Reiben der Hinterschenkel an den Vorderflügeln (Stridulation). Der Gesang der Männchen dient der Anlockung von Weibchen und ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Die Art gilt in vielen Teilen Deutschlands als gefährdet, da ihre spezialisierten Lebensräume durch Sukzession, Bebauung und Nährstoffeintrag zunehmend verschwinden. Sie profitiert von Pflegemaßnahmen wie kontrolliertem Abbrennen oder Beweidung, die offene Bodenstrukturen erhalten. Verwechslungen sind möglich mit der Nachtigall-Grashüpfer-Art Chorthippus biguttulus, jedoch unterscheiden die verdickten Fühlerkeulen die Männchen zuverlässig.