Kurzflügelige Beißschrecke (Metrioptera brachyptera)

Die Art bildet in der Regel verkürzte Flügel aus

Name

Kurzflügelige Beißschrecke (Metrioptera brachyptera)

Familie

Tettigoniidae (Laubheuschrecken)

Körpergröße

12–18 mm Körperlänge

Merkmale

Die Kurzflügelige Beißschrecke ist eine mittelgroße Laubheuschrecke mit überwiegend grüner bis bräunlicher Grundfärbung. Die Oberseite ist häufig dunkelbraun bis schwärzlich gefärbt, während die Unterseite und die Seiten grün erscheinen. Charakteristisch sind die verkürzten Flügel, die den Hinterleib bei weitem nicht vollständig bedecken – nur sehr selten treten langflügelige Individuen auf. Das Halsschild ist seitlich hell gesäumt. Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich: Weibchen tragen einen langen, schwach gebogenen Legebohrer.

Lebensraum

Die Art besiedelt ein breites Spektrum an Offenland-Biotopen. Bevorzugt werden feuchte bis mäßig trockene Standorte wie Feuchtwiesen, Heideflächen und Halbtrockenrasen. Auch Waldränder, Hochstaudenfluren und Moorränder werden besiedelt. Adulte Tiere sind von Juli bis Oktober anzutreffen. Das abgebildete Männchen wurde im August 2013 in der Lüneburger Heide beobachtet, einem klassischen Lebensraum der Art in Norddeutschland.

Besonderheiten

Die Kurzflügelige Beißschrecke gilt in vielen Teilen Deutschlands als gefährdet, da ihre Lebensräume durch Entwässerung, intensive Landwirtschaft und Nutzungsaufgabe zunehmend verloren gehen. Der Gesang des Männchens besteht aus einem leisen, gleichmäßigen Schwirrton, der oft nur aus nächster Nähe wahrnehmbar ist. Als Nahrung dienen sowohl pflanzliche als auch tierische Kost, die Art ist also omnivor. Verwechslungen sind möglich mit der Roesels Beißschrecke (Roeseliana roeselii), die jedoch ein auffälligeres helles Seitenmuster am Halsschild aufweist. Auch die Säbel-Dornschrecke kann in ähnlichen Lebensräumen vorkommen, gehört jedoch einer anderen Familie an.