Gemeine Eichenschrecke (Meconema thalassinum)

Die nachtaktive Eichenschrecke versteckt sich am Tage

Name

Gemeine Eichenschrecke (Meconema thalassinum)

Familie

Tettigoniidae (Laubheuschrecken)

Körpergröße

12–17 mm Körperlänge

Merkmale

Die Gemeine Eichenschrecke ist eine zierliche, leuchtend grasgrüne Laubheuschrecke mit schlankem Körperbau. Entlang der Körpermitte verläuft oft ein blassgelber oder hellgrüner Längsstreifen. Die Flügel sind voll ausgebildet und reichen bis über das Hinterleibsende, was bei einer Laubheuschrecke aus der heimischen Fauna nicht selbstverständlich ist. Die langen, fadenförmigen Fühler überragen die Körperlänge deutlich. Weibchen tragen einen langen, leicht gebogenen Legebohrer. Die Beine sind kräftig und mit feinen Dornen besetzt, was der Art das Klettern in Ästen erleichtert.

Lebensraum

Die Gemeine Eichenschrecke besiedelt bevorzugt Laubwälder, Waldränder, Hecken-Biotope und Lichtungen, wo Eichen und andere Laubbäume dominieren. Auch in Gärten und Parks mit altem Baumbestand ist sie regelmäßig anzutreffen. Die Art lebt überwiegend in den Baumkronen und ist daher am Boden selten zu beobachten. Adulte Tiere sind von Juni bis November aktiv.

Besonderheiten

Als ausgeprägt nachtaktive Art verbringt die Gemeine Eichenschrecke den Tag gut versteckt im dichten Blattwerk und ist deshalb trotz ihrer weiten Verbreitung nur schwer nachzuweisen. Ihr Kommunikationsverhalten unterscheidet sich von dem vieler anderer Laubheuschrecken: Die Tiere erzeugen keinen typischen Stridulationsgesang mit den Flügeln, sondern trommeln mit den Hinterbeinen auf Blätter oder Äste. Gelegentlich fliegen Tiere nachts angelockt vom Licht in Wohnungen ein. Die Art gilt in Mitteleuropa als ungefährdet und ist weit verbreitet. Als Verwechslungsart kommt die seltenere Zarte Eichenschrecke (Meconema meridionale) in Betracht, die sich unter anderem durch ihre deutlich verkürzten Flügel unterscheidet.