Wiesengrashüpfer (Chorthippus dorsatus)
Name
Wiesengrashüpfer (Chorthippus dorsatus)
Familie
Acrididae (Feldheuschrecken)
Körpergröße
Männchen 14–18 mm, Weibchen 18–25 mm
Merkmale
Der Wiesengrashüpfer ist eine mittelgroße Feldheuschrecke mit charakteristisch gekieltem Halsschild, dessen Seitenkiele deutlich nach innen gebogen sind. Die Grundfärbung variiert von grün über braun bis graubraun, oft mit einem hellen Längsstreifen entlang des Rückens, der namensgebend für die Art ist. Die Flügel reichen beim Männchen meist bis zur Hinterleibsspitze, beim Weibchen sind sie etwas kürzer. Die Hinterschenkel tragen auf der Innenseite eine charakteristische Streifenzeichnung. Weibchen wirken insgesamt robuster und gedrungener als die schlankeren Männchen.
Lebensraum
Der Wiesengrashüpfer besiedelt bevorzugt feuchte bis wechselfeuchte Grünlandbiotope. Typische Lebensräume sind extensiv genutzte Feuchtwiesen, Nasswiesen, Streuobstwiesen sowie Moorbiotope und deren Randbereiche. Die Art meidet intensiv bewirtschaftetes Grünland und ist auf eine nicht zu dichte, strukturreiche Vegetation angewiesen. Adulte Tiere sind von Juli bis September anzutreffen, wobei der Höhepunkt der Aktivität im August liegt.
Besonderheiten
Der Wiesengrashüpfer gilt in vielen Teilen Deutschlands als gefährdet, da seine feuchten Grünlandlebensräume durch Entwässerung, Intensivierung der Landwirtschaft und Nutzungsaufgabe stark zurückgegangen sind. Der Gesang des Männchens besteht aus kurzen, schnarrenden Versen und dient der Partnersuche. Eine häufige Verwechslungsart ist der Gemeine Grashüpfer (Chorthippus parallelus), der jedoch gerade Seitenkiele am Halsschild besitzt und trockenere Standorte bevorzugt. Zum Schutz der Art sind Extensivierung und Wiedervernässung geeigneter Flächen entscheidend.