Feldgrashüpfer (Chorthippus apricarius)
Name
Feldgrashüpfer (Chorthippus apricarius)
Familie
Acrididae (Feldheuschrecken)
Körpergröße
Männchen 13–17 mm, Weibchen 17–24 mm
Merkmale
Der Feldgrashüpfer ist eine mittelgroße Feldheuschrecke mit charakteristisch eingeschnürten Vorderflügeln, die beim Männchen deutlich schmaler wirken als bei verwandten Arten. Die Grundfärbung variiert von graubraun bis ockergelb, oft mit dunklen Längsstreifen entlang des Halsschildes. Die Flügel reichen beim Männchen bis zur Hinterleibsspitze, beim Weibchen sind sie deutlich verkürzt. Die Hinterschenkel zeigen auf der Innenseite eine charakteristische Rotfärbung, die ein gutes Bestimmungsmerkmal darstellt.
Lebensraum
Der Feldgrashüpfer besiedelt trockene, sandige Offenlandschaften und ist stark an magere, warme Standorte gebunden. Typische Biotope sind Sandgruben, Trockenrasen, Magerwiesen, sonnige Waldlichtungen und Heideflächen mit lückiger Vegetation. Die Art bevorzugt Bereiche mit freiliegenden Sandböden und kurzer Grasnarbe, wo sie sich schnell aufheizen kann. Adulte Tiere sind von Juli bis Oktober anzutreffen, wobei der Schwerpunkt der Aktivität in den Hochsommermonaten August und September liegt.
Besonderheiten
Der Feldgrashüpfer gilt in vielen Bundesländern als gefährdet, da geeignete Sandmagerrasen durch Sukzession, Aufforstung und Nutzungsaufgabe zunehmend verschwinden. Der Gesang des Männchens besteht aus kurzen, wiederholten Schnarrlauten und dient zur Anlockung der Weibchen. Eine häufige Verwechslungsart ist der Nachtigall-Grashüpfer (Chorthippus biguttulus), der jedoch an weniger spezialisierten Standorten vorkommt. Der Feldgrashüpfer gilt als wärmeliebend und profitiert kurzfristig von Störungsflächen, benötigt jedoch langfristig Pflegemaßnahmen wie gezieltes Mähen oder Beweidung zum Erhalt seiner Lebensräume.