Weißrandiger Grashüpfer (Chorthippus albomarginatus)
Name
Weißrandiger Grashüpfer (Chorthippus albomarginatus)
Familie
Acrididae (Feldheuschrecken)
Körpergröße
Weibchen 15–22 mm, Männchen 13–17 mm
Merkmale
Der Weißrandige Grashüpfer ist eine mittelgroße Feldheuschrecke mit schlankem Körperbau. Charakteristisch ist der helle, oft weißlich oder gelblich gefärbte Rand der Vorderflügel, der der Art ihren Namen gibt. Die Grundfärbung variiert von grünlich über bräunlich bis graubeige, was eine gute Tarnung im Grasland ermöglicht. Die Flügel reichen beim Männchen bis zur Hinterleibsspitze, beim Weibchen sind sie etwas kürzer. Der Halsschild zeigt seitlich leicht geschwungene Kiele, was ein wichtiges Bestimmungsmerkmal gegenüber ähnlichen Arten darstellt.
Lebensraum
Der Weißrandige Grashüpfer besiedelt bevorzugt feuchte bis wechselfeuchte Wiesen und Weiden, Grünlandbrachen sowie Grasränder entlang von Waldrändern und Wegen. Auch extensiv genutzte Fettwiesen, Überflutungswiesen und Bereiche in der Nähe von Gewässern werden besiedelt. Die Art ist gegenüber Standortverhältnissen vergleichsweise anpassungsfähig und kommt gelegentlich auch auf trockeneren Flächen vor. Adulte Tiere sind von Juni bis September anzutreffen, der Höhepunkt der Aktivität liegt in den Sommermonaten Juli und August.
Besonderheiten
Eine häufige Verwechslungsart ist der Wiesengrashüpfer (Chorthippus dorsatus), der ähnliche Lebensräume besiedelt und ebenfalls auf Wiesen vorkommt. Der Gesang des Weißrandigen Grashüpfers besteht aus kurzen, leisen Schnarrlauten und ist unauffälliger als bei manchen verwandten Arten. Die Art gilt in Deutschland als weit verbreitet und nicht gefährdet, reagiert jedoch empfindlich auf intensive Landwirtschaft und den Verlust von artenreichem Grünland. Regelmäßige Mahd und das Erhalten von Feuchtwiesen sind entscheidend für stabile Populationen.