Gemeine Wiesenwanze (Lygus pratensis)
Name
Gemeine Wiesenwanze (Lygus pratensis)
Familie
Weichkäfer / Miridae
Körpergröße
Körperlänge 5,8–7,3 mm
Merkmale
Die Gemeine Wiesenwanze gehört zu den mittelgroßen Weichkäfern und zeigt eine auffallend variable Färbung, die von grünlich-gelb über bräunlich bis rotbraun reichen kann. Der Körper ist länglich-oval gebaut, wie für Wanzen der Familie Miridae typisch. Auf dem Halsschild sind meist dunklere Flecken oder Zeichnungsmuster erkennbar. Die Membran der Flügel ist durchscheinend. Aufgrund der hohen Färbungsvariabilität kann die Art leicht mit nah verwandten Arten verwechselt werden.
Lebensraum
Die Gemeine Wiesenwanze besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen: Wiesen, Waldränder und Hecken-Biotope zählen zu ihren bevorzugten Aufenthaltsorten. Larven und adulte Tiere ernähren sich phytophag an einer Vielzahl von Pflanzenarten, wobei Korbblütler (Asteraceae) bevorzugt werden. Dank ihrer guten Flugfähigkeit erschließt die Art schnell neue Lebensräume und ist dadurch weit verbreitet. Die Imagines sind in Mitteleuropa typischerweise von Mai bis Oktober anzutreffen, wobei die Hauptaktivität in den Sommermonaten liegt.
Besonderheiten
Besonders auffällig ist die ausgeprägte Färbungsvariabilität der adulten Tiere, die eine Bestimmung im Feld erschwert. Verwechslungen sind vor allem mit der nah verwandten Lygus gemellatus möglich, da beide Arten eine ähnliche Zeichnung und Körperform aufweisen. Eine sichere Unterscheidung erfordert oft eine genaue Betrachtung unter der Lupe. Die Art gilt in Mitteleuropa als häufig und ungefährdet. In der Landwirtschaft kann Lygus pratensis gelegentlich als Schädling an Nutzpflanzen auftreten, da der Saugrüssel beim Anstechen von Pflanzengewebe Schäden an Samen, Blüten und Früchten verursacht.