Grüne Stinkwanze (Palomena prasina)
Name
Grüne Stinkwanze (Palomena prasina)
Familie
Baumwanzen (Pentatomidae)
Körpergröße
Körperlänge 11–14 mm
Merkmale
Die Grüne Stinkwanze trägt ihren Namen zu Recht: Ihr flacher, schildförmiger Körper leuchtet von Frühjahr bis Herbst in einem satten Grün, das ihr eine hervorragende Tarnung zwischen Blättern und Pflanzen bietet. Charakteristisch ist das große Schildchen, das den Hinterleib größtenteils bedeckt – ein typisches Merkmal der Baumwanzen. Die Beine und Fühler sind ebenfalls grün gefärbt. Kurz vor der Winterruhe vollzieht die Art eine auffällige Farbveränderung: Das Grün weicht einem Rotbraun bis Bronzeton, was als Tarnung im herbstlichen Laub dient. Im Frühjahr kehrt die grüne Färbung zurück.
Lebensraum
Die Grüne Stinkwanze besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen und ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Sie bevorzugt strukturreiche Umgebungen wie Laubwälder, Waldränder, Hecken-Biotope, Streuobstwiesen und Gärten. Dort findet sie ausreichend Nahrung und Deckung. Die Art ist von Mai bis November aktiv und damit vergleichsweise lange im Jahr anzutreffen. Überwintert wird als fertiges Insekt – die Imago – versteckt im Laub oder unter Rinde.
Besonderheiten
Namensgebend für die Stinkwanze ist ihre wirkungsvolle Schutzstrategie: Bei Bedrohung sondern spezialisierte Drüsen ein übelriechendes, ätherisches Sekret ab, das Fressfeinde zuverlässig abschreckt. Die Art ernährt sich von Pflanzensäften, wobei erwachsene Tiere vor allem Früchte und Beeren anstechen, während Larven bevorzugt Blätter und junge Triebe aussaugen. Gelegentlich kann sie in Obstanlagen als Schädling auftreten. Eine häufige Verwechslungsart ist die Nördliche Fruchtwanze (Carpocoris fuscispinus), die jedoch eine braun-beige Grundfärbung besitzt. Die Grüne Stinkwanze gilt als ungefährdet und ist in geeigneten Lebensräumen weit verbreitet und häufig anzutreffen.