Weichwanze Polymerus microphthalmus / Polymerus palustris
Name
Polymerus microphthalmus / Polymerus palustris
Familie
Miridae (Weichwanzen)
Körpergröße
ca. 3,5–5 mm
Merkmale
Polymerus microphthalmus und Polymerus palustris sind typische Vertreter der artenreichen Weichwanzengattung Polymerus. Beide Arten sind schlank gebaut, überwiegend dunkelbraun bis schwärzlich gefärbt und zeigen die für Miridae charakteristische weiche Körperstruktur ohne verhärtete Deckflügelbasis. Die Augen sind relativ klein, was besonders für P. microphthalmus namensgebend ist. Die beiden Arten ähneln sich morphologisch so stark, dass eine sichere Bestimmung im Feld kaum möglich ist und oft nur durch Genitaluntersuchung gelingt.
Lebensraum
Polymerus palustris ist an offene bis schattige Feuchtbiotope gebunden und lebt vor allem an feuchtigkeitsliebenden Labkraut-Arten wie Sumpf-Labkraut (Galium palustre). Polymerus microphthalmus kommt dagegen ebenfalls an feuchten bis mäßig feuchten Standorten vor und ist insbesondere mit Labkraut-Arten verbunden. Beide Arten nutzen somit Labkräuter als Wirtspflanzen, unterscheiden sich aber in ihren bevorzugten Lebensräumen. Die Imagines beider Arten können im Sommer beobachtet werden.
Besonderheiten
Beide Arten sind eng mit Labkraut-Arten (Galium) verbunden, wobei sich die bevorzugten Wirtspflanzen und Lebensräume unterscheiden. Polymerus microphthalmus ist insbesondere mit Galium verum und Galium mollugo verbunden, während Polymerus palustris vor allem an feuchten Standorten an Galium palustre, Galium boreale und weiteren Labkraut-Arten vorkommt. Die Gattung Polymerus umfasst mehrere sehr ähnliche Arten, wodurch die Bestimmung selbst für erfahrene Beobachter anspruchsvoll sein kann. Eine Verwechslung mit weiteren Polymerus-Arten wie Polymerus nigrita ist möglich. Aufgrund der schwierigen Bestimmbarkeit können Nachweise einzelner Arten zudem übersehen werden.