Zwergzikaden Gattung Macrosteles

Die Arten der Gattung Macrosteles

Name

Macrosteles spec.

Familie

Cicadellidae (Zwergzikaden)

Körpergröße

ca. 3–5 mm

Merkmale

Die Arten der Gattung Macrosteles sind einander sehr ähnlich und lassen sich anhand äußerer Merkmale allein nicht sicher voneinander unterscheiden. Sie zeigen den typischen Habitus der Zwergzikaden: ein schlanker, keilförmiger Körper, der nach hinten spitz zuläuft, sowie eine unauffällige Grundfärbung in Grün-, Gelb- oder Brauntönen, oft mit hellen Längsstreifen oder Punktmustern auf dem Kopf und Pronotum. Für eine sichere Artbestimmung ist zwingend eine mikroskopische Untersuchung der männlichen Genitalstrukturen oder des Singapparates erforderlich, da die äußerlichen Unterschiede zwischen den Arten minimal sind.

Lebensraum

Die Tiere halten sich vorwiegend in der Niedervegetation auf, also in Wiesen, Ruderalflächen, Feldern und Säumen, wo sie an Gräsern und krautigen Pflanzen saugen. Viele Arten sind ausgesprochen anpassungsfähig und besiedeln ein breites Spektrum an offenen bis halboffenen Lebensräumen. Manche Arten unternehmen weiträumige Ausbreitungsflüge und können so neue Gebiete rasch erschließen, was sie auch in der Landwirtschaft bedeutsam macht. Die Tiere sind in Mitteleuropa typischerweise von Mai bis Oktober anzutreffen, je nach Art und Witterung auch früher oder später.

Besonderheiten

Mehrere Arten der Gattung Macrosteles gelten als bedeutende Schädlinge in der Landwirtschaft, da sie beim Saugen Phytoplasmen übertragen können, die bei Getreide, Karotten und anderen Kulturpflanzen zu Vergilbungskrankheiten führen. Macrosteles laevis und Macrosteles quadripunctulatus sind als Überträger des Aster-Yellows-Phytoplasmas bekannt. Die Kommunikation zwischen den Tieren erfolgt über substratgebundene Vibrationen, den sogenannten Gesang, der artspezifisch ist und zur Partnerfindung dient. Aufgrund der morphologischen Ähnlichkeit der Arten ist die Gattung taxonomisch anspruchsvoll und wird von Spezialisten intensiv untersucht.