Birkenwanze (Kleidocerys resedae)

Birkenwanze Kleidocerys resedae

Name

Birkenwanze (Kleidocerys resedae)

Familie

Lygaeidae (Bodenwanzen)

Körpergröße

Körperlänge 4,5–6 mm

Merkmale

Die Birkenwanze ist eine kleine, gedrungen wirkende Wanze mit einer Körperlänge von 4,5 bis 6 mm. Die Grundfärbung ist überwiegend bräunlich bis ockerfarbig, mit dunkleren Zeichnungsmustern auf dem Hemiely­tron. Der Kopf ist verhältnismäßig klein, die Fühler sind viergliedrig. Wie bei allen Wanzen ist das charakteristische Merkmal das halbharte Schildchen sowie die typisch flach aufliegenden Halbflügeldecken. Männchen und Weibchen ähneln sich äußerlich stark, wobei die Weibchen im Allgemeinen etwas kräftiger gebaut sind.

Lebensraum

Die Birkenwanze lebt bevorzugt an Birken (Betula spp.) und besiedelt damit Laubwälder, Waldränder, Moorränder, Parks und Gärten, in denen Birken wachsen. Gelegentlich findet man sie auch an anderen Laubbäumen. Die überwinternden adulten Tiere werden bereits im Frühjahr wieder aktiv und beginnen mit Paarung und Eiablage. Die neue Generation tritt ab Juli auf und kann bis in den Herbst hinein beobachtet werden. Die Larven entwickeln sich über fünf Stadien und halten sich häufig an den Fruchtständen und Samen ihrer Nahrungspflanzen auf.

Besonderheiten

Ein bemerkenswertes Verhalten der Birkenwanze ist ihre gemischte Ernährungsweise: Obwohl sie überwiegend Pflanzensäfte saugt, greift sie gelegentlich auch kleine Insekten an und saugt diese aus – ein für Lygaeidae eher ungewöhnliches Verhalten. Die Weibchen legen ihre Eier gezielt in die Blütenkätzchen der Birke ab, wodurch die schlüpfenden Larven sofort optimale Nahrungsbedingungen vorfinden. Die Art gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet und ungefährdet. Eine mögliche Verwechslungsart ist Kleidocerys ericae, die jedoch vor allem an Heidekraut lebt und sich in Habitatpräferenz und Verbreitung unterscheidet.