Erlenschaumzikade (Aphrophora alni)

Erlenschaumzikade Lebensräume

Name

Erlenschaumzikade (Aphrophora alni)

Familie

Aphrophoridae

Körpergröße

Körperlänge 6–9 mm

Merkmale

Die Erlenschaumzikade ist eine mittelgroße Schaumzikade mit gedrungen-ovaler Körperform. Die Grundfärbung der Flügeldecken ist braun bis graubraun, häufig mit einem markanten hellen Querband oder weißlichen Flecken, die der Tarnung auf Rinde und Borke dienen. Der Kopf ist breit und abgerundet, die Augen sitzen seitlich prominent. Wie alle Schaumzikaden verfügt die Art über kräftige Hinterbeine, die ihr ausgeprägte Sprungfähigkeit verleihen. Der charakteristische Saugrüssel ist zum Anstechen pflanzlicher Leitungsbahnen spezialisiert.

Lebensraum

Die Erlenschaumzikade besiedelt lichte Laubwälder, Waldränder und Hecken-Biotope, bevorzugt in der Nähe von Feuchtgebieten und Gewässern, wo Erlen und andere Laubgehölze häufig vorkommen. Die Larven leben zunächst an krautigen Pflanzen in Bodennähe und hüllen sich dabei in den namensgebenden Schaum ein, der als Schutz vor Austrocknung und Fressfeinden dient. Adulte Tiere wechseln auf Laubgehölze wie Erle, Weide oder Hasel. Die Erscheinungszeit der Imagines erstreckt sich von Juni bis Oktober.

Besonderheiten

Die Larven der Erlenschaumzikade erzeugen den typischen Kuckucksspeichel – eine schaumartige Schutzschicht, die durch Einblasen von Luft in eine schleimige Flüssigkeit entsteht. Diese Schaummasse schützt die Larven vor Austrocknung, Temperaturextremen und natürlichen Feinden. Die Ernährung erfolgt ausschließlich über den Xylemsaft der Pflanzen, der unter Unterdruck in den Leitungsbahnen steht und daher mit erheblichem Saugaufwand aufgenommen werden muss. Verwechslungen sind mit der ähnlichen Weidenschaumzikade (Aphrophora salicina) möglich, die ebenfalls an Gehölzen vorkommt. Ein wirtschaftlich relevanter Schaden an Kulturpflanzen wird der Art kaum zugeschrieben, dennoch kann starker Befall zu sichtbaren Wuchsbeeinträchtigungen führen.