Graswanze (Leptopterna dolabrata)

Graswanze Leptopterna dolabrata Weibchen

Name

Graswanze (Leptopterna dolabrata)

Familie

Miridae (Weichwanzen)

Körpergröße

7–9 mm

Merkmale

Die Graswanze zeigt einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Das Männchen ist vollständig geflügelt und besitzt eine bräunlich-strohgelbe Grundfärbung mit dunklen Längsstreifen auf dem Pronotum und den Hemielytren. Das Weibchen hingegen ist kurzflügelig (brachypter) und wirkt dadurch kompakter und gedrungener. Beide Geschlechter sind dicht und auffällig behaart, was dem Alternativnamen Langhaarige Dolchwanze gerecht wird. Der Körper ist schmal und langgestreckt, der charakteristische Saugrüssel gut erkennbar.

Lebensraum

Leptopterna dolabrata besiedelt feuchte bis wechselfeuchte Lebensräume wie Sumpf-Biotope, Feucht- und Magerwiesen sowie grasreiche Säume und Ruderalflächen. Die Art ist eng an Süßgräser gebunden und bevorzugt Bestände mit hochwüchsigen Grasarten wie Knäuelgras oder Glatthafer. Imagines sind von Juni bis August anzutreffen.

Besonderheiten

Die Graswanze ernährt sich von Pflanzensäften verschiedener Gräser. Ausgewachsene Tiere stechen dabei bevorzugt die Ähren der Gräser an, während jüngere Larvenstadien auch Blätter und Halme besaugen. Bei stärkerem Auftreten können dadurch die Samenstände der Gräser geschädigt werden. Die Art überwintert im Eistadium; die Eier werden in den unteren Teil von Grashalmen oder zwischen Blattscheide und Halm eingebettet. Leptopterna dolabrata ist in Mitteleuropa weit verbreitet und gilt derzeit als nicht gefährdet. Eine mögliche Verwechslungsart ist Leptopterna ferrugata, die ähnliche Habitate besiedelt und ebenfalls zur Gattung Leptopterna gehört.