Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)
Name
Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)
Familie
Weißlinge (Pieridae)
Körpergröße
Flügelspannweite 50–55 mm
Merkmale
Der Zitronenfalter ist durch seine markante Flügelform leicht zu erkennen: Die Flügel laufen an den Spitzen charakteristisch zipfelig aus, was ihn von allen anderen heimischen Tagfaltern unterscheidet. Das Männchen trägt eine leuchtend schwefelgelbe Färbung auf der Flügeloberseite, während das Weibchen deutlich blasser, fast weißlich-grünlich gefärbt ist und daher leicht mit Weißlingen verwechselt werden kann. Beide Geschlechter zeigen auf jedem Flügel einen kleinen, orangefarbenen Mittelpunkt. Auffällig ist zudem der violett-rötliche Flügelansatz, der zur Bestimmung beiträgt.
Lebensraum
Der Zitronenfalter besiedelt Waldränder, Hecken-Biotope, Gebüsche und Gärten, bevorzugt dort wo sein Hauptfutterpflanzen – Faulbaum und Kreuzdorn – wachsen. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Als einer der ersten Falter im Jahr ist er bereits ab Februar oder März zu beobachten, wenn er aus der Winterruhe erwacht. Die Flugzeit erstreckt sich bis in den Herbst, mit einer Sommerpause (Aestivation) in heißen Monaten. Das abgebildete Männchen wurde im Juli 2012 am Toten Moor nachgewiesen.
Besonderheiten
Der Zitronenfalter ist für seine außergewöhnlich lange Lebensdauer bekannt – als Imago kann er bis zu zwölf Monate alt werden, was ihn zum längstlebenden Tagfalter Mitteleuropas macht. Er überwintert als erwachsener Falter, gut getarnt zwischen Efeu- oder Brombeerblättern, und übersteht Frost dank eines natürlichen Frostschutzmittels im Blut. Volkstümlich gilt er als Namensgeber des Wortes Schmetterling, da er als einer der ersten auffälligen Falter des Jahres wahrgenommen wurde. Die Art gilt in Deutschland als ungefährdet.