Rotrandbär (Diacrisia sannio)

Rotrandbär Diacrisia sannio Männchen

Name

Rotrandbär (Diacrisia sannio)

Familie

Erebidae (Bärenspinner)

Körpergröße

Flügelspannweite 34–38 mm

Merkmale

Der Rotrandbär ist ein mittelgroßer Bärenspinner mit einer Flügelspannweite von 34 bis 38 mm. Die Geschlechter unterscheiden sich deutlich voneinander. Das Männchen zeigt leuchtend gelb-orangefarbene Vorderflügel mit einem markanten roten Außenrand sowie einem dunklen Mittelpunkt, die Hinterflügel sind kräftig orangerot gefärbt. Das Weibchen ist insgesamt blasser und gelblicher, mit weniger ausgeprägter Zeichnung. Der Körper ist dicht behaart und ebenfalls gelblich-orange gefärbt, was typisch für Bärenspinner ist.

Lebensraum

Der Rotrandbär besiedelt feuchte bis wechselfeuchte Lebensräume wie Moorwiesen, Bruchwälder, Feuchtwiesen und Waldlichtungen. Die Art bevorzugt strukturreiche Offenlandschaften mit einem reichhaltigen Angebot an Krautpflanzen. Die Hauptflugzeit erstreckt sich von Mai bis Juli. Unter günstigen Bedingungen ist eine zweite Generation möglich, deren Falter von Juli bis August anzutreffen sind.

Besonderheiten

Nach der Paarung legt das Weibchen seine Eier an verschiedene Nahrungspflanzen der Raupen, darunter Brennnessel, Ampfer, Labkraut, Wegerich und Heidekraut. Die Raupen sind nachtaktiv und schlüpfen etwa vier Wochen nach der Eiablage. Die Überwinterung erfolgt im Raupenstadium; im Mai des folgenden Jahres schlüpft die neue Faltergeneration. Der Rotrandbär gilt als Zeigerart für intakte Feuchtbiotope. In der veralteten Roten Liste Niedersachsens wurde die Art mit RL 3 (gefährdet) eingestuft, was auf einen Rückgang geeigneter Lebensräume durch Entwässerung und Intensivierung der Landwirtschaft hinweist. Verwechslungen sind mit ähnlichen Bärenspinnern möglich, die ebenfalls orange-rote Färbungen aufweisen.