Hochmoor-Bläuling (Plebejus optilete)

Plebejus optilete Lebensräume

Name

Hochmoor-Bläuling (Plebejus optilete)

Familie

Bläulinge (Lycaenidae)

Körpergröße

Flügelspannweite 24–28 mm

Merkmale

Der Hochmoor-Bläuling zeigt auf der Flügeloberseite ein typisches Violettblau, das bei Männchen besonders leuchtend wirkt, während Weibchen eher bräunlich gefärbt sind. Das auffälligste Erkennungsmerkmal ist ein markanter orangeroter Fleck auf der Flügelunterseite der Hinterflügel, der die Art zuverlässig von anderen Bläulingen unterscheidet. Die Unterseite ist insgesamt graubraun gemustert mit einer Reihe dunkler, weiß umrandeter Punkte. Die Flügelspannweite beträgt 24 bis 28 mm, womit die Art zu den mittelgroßen Bläulingen zählt.

Lebensraum

Der Hochmoor-Bläuling ist ein ausgesprochener Moorspzialist und besiedelt Hochmoore sowie feuchte Moorwälder. Als Raupennahrungspflanze dient vor allem die Moorbeere, weshalb die Art eng an intakte Moorbiotope gebunden ist. Die Flugzeit erstreckt sich von Juni bis Juli, in günstigen Jahren kann es eine teilweise zweite Generation geben. Die Imagines halten sich bevorzugt in der Nähe ihrer Nahrungspflanzen auf und sind selten weit von ihrem Entstehungsort anzutreffen.

Besonderheiten

Plebejus optilete gilt als stark gefährdet und wird in der Roten Liste Niedersachsens mit RL1 (vom Aussterben bedroht) eingestuft. Hauptursache ist der industrielle Torfabbau, der natürliche Moorbiotope zerstört und damit sowohl Lebens- als auch Fortpflanzungsraum der Art vernichtet. Hinzu kommen Entwässerungsmaßnahmen und die Verbuschung offener Moorflächen. Da die Art kaum in der Lage ist, neue Lebensräume zu besiedeln, reagiert sie besonders empfindlich auf Habitatverluste. Schutzmaßnahmen wie Moorrenaturierungen sind entscheidend für das Überleben der Art in Mitteleuropa.