Kleiner Kohlweißling (Pieris rapae)

Pieris rapae fliegt von März bis November in verschiedenen Lebensräumen

Name

Kleiner Kohlweißling (Pieris rapae)

Familie

Weißlinge (Pieridae)

Körpergröße

Flügelspannweite 40–50 mm

Merkmale

Der Kleine Kohlweißling ist ein mittelgroßer Tagfalter mit weißen Flügeln, die auf der Oberseite charakteristische schwarze Flecken tragen. Die Flügelspitzen sind dunkel beschuppt. Männchen besitzen auf den Vorderflügeln einen einzelnen schwarzen Punkt, Weibchen hingegen zwei. Die Flügelunterseite ist gelblich-grün getönt, was eine gute Tarnung auf Blättern ermöglicht. Die Raupen sind schlank, grün gefärbt und mit einer feinen gelblichen Rückenlinie versehen – eine Anpassung, die sie auf Kohlblättern nahezu unsichtbar macht.

Lebensraum

Der Kleine Kohlweißling ist ausgesprochen anpassungsfähig und besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen: Gärten, Felder, Wegränder, Wiesen, Parks und Waldränder. Er gilt als eine der häufigsten Schmetterlingsarten Mitteleuropas. Die Flugzeit erstreckt sich von März bis November, wobei in dieser Zeit mehrere Generationen aufeinanderfolgen. Das abgebildete Exemplar wurde im Juli 2007 im Walterbachtal im Deister beobachtet.

Besonderheiten

Als Kulturfolger ist der Kleine Kohlweißling vor allem in der Landwirtschaft und im Gemüseanbau bekannt, wo seine Raupen durch Fraß an Kreuzblütlern wie Kohl, Raps oder Senf erhebliche Schäden verursachen können. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln an die Blattunterseiten von Brassicaceae-Gewächsen. Auffällig ist das gelegentliche Puddling-Verhalten: Größere Ansammlungen von Tieren sitzen dabei auf feuchtem Boden und nehmen mit ihrem Saugrüssel Wasser sowie gelöste Mineralien auf. Als Verwechslungsart gilt der Große Kohlweißling, der sich durch seine deutlich kräftigere Zeichnung und größere Flügelspannweite unterscheidet.