Weißklee-Gelbling (Colias hyale)

Colias hyale fliegt in bis zu drei Generationen

Name

Weißklee-Gelbling (Colias hyale)

Familie

Weißlinge (Pieridae)

Körpergröße

Spannweite 35–42 mm

Merkmale

Der Weißklee-Gelbling ist ein mittelgroßer Tagfalter mit einer Flügelspannweite von 35 bis 42 mm. Die Flügeloberseiten sind leuchtend schwefelgelb gefärbt, mit einem dunklen, schwarzen Außenrand, der bei den Männchen scharf begrenzt ist. In der Mitte der Vorderflügel befindet sich ein schwarzer Fleck, auf den Hinterflügeln ein orangefarbener Mittelpunkt. Die Weibchen sind oft blasser oder weißlich gefärbt, was die Bestimmung erschwert. Die Flügelunterseiten zeigen ein charakteristisches Muster aus hellen Flecken auf grünlich-gelbem Grund. Die Art bildet einige Variationen aus, was die Bestimmung zusätzlich erschwert.

Lebensraum

Der Weißklee-Gelbling besiedelt ausschließlich offene Biotope. Typische Lebensräume sind Viehweiden, Brachen, Mähwiesen sowie blütenreiche Feldränder und Ackerrandstreifen. Die Art ist auf das Vorhandensein ihrer Raupennahrungspflanzen angewiesen, vor allem Weißklee und andere Kleearten. Der Falter fliegt in bis zu drei Generationen von Mai bis Oktober, wobei die erste Generation im Mai und Juni erscheint, die zweite im Hochsommer und eine mögliche dritte Generation noch bis in den Oktober hinein fliegt.

Besonderheiten

Eine häufige Verwechslungsart ist der Hufeisenklee-Gelbling, der dem Weißklee-Gelbling zum Verwechseln ähnlich sieht, jedoch trockene Lebensräume wie Kalkmagerrasen bevorzugt und sich in seiner Habitatwahl damit deutlich unterscheidet. Die sichere Unterscheidung beider Arten ist selbst für Experten schwierig und erfordert oft eine genaue Betrachtung der Flügelunterseiten. Die Raupen des Weißklee-Gelblings überwintern als Jungraupe. Die Art gilt in Mitteleuropa als nicht gefährdet, ist jedoch auf strukturreiche Agrarlandschaften angewiesen und leidet unter intensiver Landwirtschaft und dem Rückgang extensiv genutzter Wiesen.