Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas)
Name
Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas)
Familie
Bläulinge (Lycaenidae)
Körpergröße
Flügelspannweite 22–27 mm
Merkmale
Der Kleine Feuerfalter ist ein auffällig gefärbter Tagfalter mit leuchtend kupferrot-orangefarbenen Vorderflügeln, die von schwarzen Punkten und einem dunklen Außenrand gezeichnet sind. Die Hinterflügel sind überwiegend dunkelbraun bis graubraun mit einem markanten orangeroten Saum entlang des Außenrandes. Die Flügelunterseiten sind blasser und zeigen ein ähnliches Punktmuster. Männchen und Weibchen ähneln sich stark, wobei Weibchen geringfügig größer wirken können. Trotz seiner kleinen Größe ist der Falter durch seine intensive Färbung im Feld gut erkennbar.
Lebensraum
Der Kleine Feuerfalter besiedelt bevorzugt trockene, magere und sonnige Lebensräume. Dazu zählen Sandgruben, Ruderalflächen, Heideflächen, Magerrasen, Wegränder und Bahndämme. Die Raupen leben hauptsächlich an Ampfer-Arten (Rumex) sowie am Kleinen Sauerampfer, die typischerweise in solchen offenen, nährstoffarmen Biotopen wachsen. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis Oktober, wobei die Art bis zu vier Generationen pro Jahr ausbildet. Besonders häufig anzutreffen ist der Falter in den Sommermonaten Juni bis August.
Besonderheiten
Der Kleine Feuerfalter zählt zu den häufigeren und weit verbreiteten Tagfaltern Mitteleuropas und ist derzeit nicht als gefährdet eingestuft. Männchen sind ausgesprochen territorial und verteidigen sonnige Sitzwarten energisch gegen Artgenossen und andere Insekten. Als Verwechslungsart kommt der Große Feuerfalter in Betracht, der jedoch deutlich größer ist und andere Habitatansprüche stellt. Die Vielzahl an Jahresgenerationen macht den Kleinen Feuerfalter zu einem der anpassungsfähigsten heimischen Tagfalter. In wärmeren Jahren kann die letzte Generation noch bis in den Oktober hinein fliegen.