Schlupfwespe Hepiopelmus melanogaster

Hepiopelmus melanogaster

Name

Hepiopelmus melanogaster

Familie

Ichneumonidae (Schlupfwespen)

Körpergröße

ca. 10–14 mm Körperlänge

Merkmale

Hepiopelmus melanogaster ist eine mittelgroße Schlupfwespe mit schlankem, gestrecktem Körperbau, wie er für Ichneumoniden typisch ist. Der Artname melanogaster verweist auf den schwarzen Hinterleib (griech. melas = schwarz, gaster = Bauch), der eines der auffälligsten Erkennungsmerkmale darstellt. Kopf und Thorax zeigen eine bräunlich-rötliche bis gelbliche Färbung, die Beine sind überwiegend hell gefärbt. Die Fühler sind lang und fadenförmig. Weibchen besitzen keinen auffällig verlängerten Legebohrer.

Lebensraum

Die Art besiedelt strukturreiche Lebensräume wie Waldränder, Lichtungen und Hecken-Biotope, aber auch Streuobstwiesen, wo Raupen ihrer Wirtsarten in ausreichender Zahl vorkommen. Hepiopelmus melanogaster ist von Juni bis September aktiv und damit ein typischer Sommergast in halboffenen, krautreichen Landschaften Mitteleuropas.

Besonderheiten

Hepiopelmus melanogaster ist ein Parasitoider, der seine Eier in oder an Raupen verschiedener Schmetterlingsarten ablegt. Als Wirte sind unter anderem der Vanessa atalanta (Admiral), Spilosoma lubricipedum (Weiße Tigermotte), Simyra albovenosa sowie die Euthrix potatoria (Grasglucke) bekannt. Die Larven der Schlupfwespe entwickeln sich auf Kosten der Raupe und töten ihren Wirt am Ende der Entwicklung. Solche Parasitoide übernehmen in Ökosystemen eine wichtige Regulationsfunktion für Schmetterlingspopulationen und gelten als natürliche Gegenspieler von Massenvermehrungen bestimmter Raupenarten.