Schlupfwespe Ichneumon bucculentus

Männchen und Weibchen von Ichneumon bucculentus

Name

Ichneumon bucculentus

Familie

Ichneumonidae (Schlupfwespen)

Körpergröße

ca. 10–15 mm Körperlänge

Merkmale

Ichneumon bucculentus zeigt einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus, das heißt Männchen und Weibchen unterscheiden sich äußerlich deutlich voneinander. Männchen besitzen in der Regel eine auffälligere Musterung mit gelb-schwarz gezeichnetem Hinterleib, während Weibchen häufig dunkler und kräftiger gebaut sind. Wie alle Ichneumoniden verfügt die Art über einen schlanken Körperbau, lange Fühler und ein charakteristisch gezeichnetes Thoraxsegment. Das Flügelgeäder ist für die Familienbestimmung typisch ausgebildet.

Lebensraum

Die Art besiedelt bevorzugt halboffene Landschaften und ist auf Lichtungen, an Waldrändern sowie in Wiesenbiotopen anzutreffen. Sie profitiert von strukturreichen Übergangszonen zwischen Wald und offenem Gelände, wo ausreichend Wirtsinsekten für die parasitische Entwicklung verfügbar sind. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis September, mit einem Hauptvorkommen in den Sommermonaten. Der Fundort beim Hohen Holz bei Wunstorf in Niedersachsen belegt das Vorkommen in norddeutschen Laubmischwäldern.

Besonderheiten

Ichneumon bucculentus gehört zur artenreichen Familie der Ichneumonidae, die zu den individuenreichsten Familien im Tierreich zählt. Als Parasitoide legen die Weibchen ihre Eier in oder an Wirtsinsekten, häufig Schmetterlingsraupen, ab. Die Larven entwickeln sich auf Kosten des Wirtes. Der ausgeprägte Geschlechtsdimorphismus erschwert die Bestimmung im Feld, da Männchen und Weibchen auf den ersten Blick kaum als dieselbe Art erkennbar sind. Verwechslungen mit anderen Ichneumon-Arten sind häufig und eine sichere Determination erfordert oft eine mikroskopische Untersuchung.