Brackwespe Bracon spec.
Name
Bracon spec.
Familie
Braconidae (Brackwespen)
Körpergröße
2–15 mm (je nach Art)
Merkmale
Brackwespen der Gattung Bracon sind kleine bis mittelgroße Hautflügler mit schlankem Körperbau. Die Färbung variiert je nach Art erheblich, häufig sind schwarz-gelbe oder schwarz-rote Muster anzutreffen. Charakteristisch ist der bei Weibchen deutlich sichtbare Legestachel (Ovipositor), der je nach Art erheblich länger als der Hinterleib sein kann. Der Hinterleib ist seitlich abgeflacht und wirkt oft lederartig strukturiert. Die Flügel sind transparent mit deutlich ausgeprägter Äderung, ein typisches Merkmal der Familie Braconidae.
Lebensraum
Brackwespen der Gattung Bracon kommen in nahezu allen Lebensräumen vor, in denen geeignete Wirtsinsekten zu finden sind. Besonders häufig sind sie in Wäldern, an Waldrändern, in Hecken sowie in Tot- und Altholzreichen Biotopen anzutreffen, da ihre Wirtslarven oft in Holz lebende Käferlarven sind. Auch Gärten, Felder und strukturreiche Offenlandschaften werden besiedelt. Adulte Tiere sind von Frühjahr bis Herbst aktiv, mit einem Schwerpunkt der Flugzeit von Mai bis September.
Besonderheiten
Brackwespen sind parasitoide Insekten: Sie legen ihre Eier in oder an Wirtslarven, meist Larven von Käfern, Faltern oder anderen Hautflüglern. Die Brackwespen-Larven fressen den Wirt von innen oder außen auf und töten ihn dabei schließlich. Die Gattung Bracon ist artenreich und taxonomisch anspruchsvoll – eine sichere Artbestimmung erfordert oft die Untersuchung unter dem Mikroskop durch Spezialisten. Brackwespen gelten als wichtige natürliche Gegenspieler zahlreicher Schadinsekten und werden in der biologischen Schädlingsbekämpfung gezielt eingesetzt. Sie sind eng mit den Schlupfwespen (Ichneumonidae) verwandt, von denen sie sich unter anderem durch den kürzeren Costalabschnitt des Hinterflügels unterscheiden.