Gemeiner Rosenkäfer (Cetonia aurata)

Der Gemeine Rosenkäfer lebt von April bis Oktober an Waldrändern

Name

Gemeiner Rosenkäfer (Cetonia aurata)

Familie

Blatthornkäfer (Scarabaeidae)

Körpergröße

14–20 mm Körperlänge

Merkmale

Der Gemeine Rosenkäfer gehört zu den auffälligsten heimischen Blatthornkäfern. Seine Oberseite leuchtet in einem lebhaften Goldgrün mit starkem Metallglanz, der je nach Lichteinfall ins Kupfrige oder Bronzefarbene wechseln kann. Die Flügeldecken zeigen charakteristische weißliche Querflecken und feine Längsrillen. Besonders typisch ist die abgeflachte Körperform, die es dem Käfer erlaubt, die Hinterflügel unter den geschlossenen Flügeldecken hervorzuschieben, ohne diese beim Start vollständig anheben zu müssen. Die Unterseite schimmert kupferrot-metallisch.

Lebensraum

Der wärmeliebende Gemeine Rosenkäfer besiedelt strukturreiche Lebensräume wie Waldränder, Lichtungen, Hecken-Biotope und Gärten. Er ist auf blütenreiche, sonnige Standorte angewiesen, da er dort seine Nahrung findet. Die Larven entwickeln sich bevorzugt in morschem Holz und Komposthaufen, seltener auch in Ameisenhaufen. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis Oktober, mit einem Aktivitätshöhepunkt in den warmen Sommermonaten. Sonnige Tage locken die Tiere besonders an Blüten hervor.

Besonderheiten

Der Gemeine Rosenkäfer ernährt sich als Imago vor allem von Pollen und Nektar, nimmt aber auch Pflanzensäfte auf. Er besucht dabei große, offene Blüten wie Rosen, Holunder oder Disteln. Die Larven, sogenannte Engerlinge, ernähren sich von abgestorbenem organischem Material und tragen damit zum Abbau von Pflanzenresten und zur Humusbildung bei. Verwechslungsgefahr besteht mit dem Kupfer-Rosenkäfer (Protaetia cuprea) sowie dem Großen Rosenkäfer (Protaetia aeruginosa). In Deutschland gilt die Art als ungefährdet und ist häufig in naturnahen Gärten, Komposthaufen und anderen strukturreichen Lebensräumen anzutreffen.