Eiförmiger Kotkäfer (Onthophagus ovatus)

Eiförmiger Kotkäfer Onthophagus cf. ovatus

Name

Eiförmiger Kotkäfer (Onthophagus ovatus)

Familie

Scarabaeidae (Blatthornkäfer)

Körpergröße

Körperlänge 4–6 mm

Merkmale

Der Eiförmige Kotkäfer ist ein kleiner, gedrungen gebauter Dungkäfer mit charakteristisch ovalem Körperumriss, der seinem deutschen Namen alle Ehre macht. Die Oberseite ist schwärzlich bis schwarzbraun gefärbt, oft mit einem leichten Bronzeglanz, die Flügeldecken sind fein gestreift und fein punktiert. Die sehr ähnliche Art Onthophagus joannae lässt sich anhand äußerer Merkmale nur schwer sicher von Onthophagus ovatus unterscheiden. Für eine zuverlässige Bestimmung sind mehrere Merkmale heranzuziehen; insbesondere bei Männchen sind die Genitalmerkmale aussagekräftig. Männchen und Weibchen unterscheiden sich außerdem in der Ausbildung der Kopfleisten, wobei die entsprechenden Merkmale variabel sein können.

Lebensraum

Der Eiförmige Kotkäfer bewohnt ein breites Spektrum halboffener und offener Lebensräume. Man begegnet ihm an Waldrändern, auf Ruderalflächen, in Wiesen-Biotopen sowie auf Viehweiden, wo ausreichend Dung als Nahrungsgrundlage vorhanden ist. Die Art ist vor allem in wärmebegünstigten Lagen anzutreffen und bevorzugt Standorte mit lockeren, grabefreundlichen Böden. Die Imagines sind von April bis August aktiv.

Besonderheiten

Der Eiförmige Kotkäfer zählt zur artenreichen Gattung Onthophagus, die weltweit über 2.000 beschriebene Arten umfasst. Als echter Dungkäfer spielt die Art eine wichtige ökologische Rolle bei der Zersetzung tierischer Exkremente und der Nährstoffrückführung in den Boden. Zur Fortpflanzung graben die Weibchen Erdstollen, an deren Ende Brutkammern angelegt werden. In jede Kammer wird ein einzelnes Ei sowie ein Vorrat an Dung als Larvennahrung eingebracht. Dieses Brutfürsorgeverhalten sichert den Nachkommen eine geschützte Entwicklung im Boden. In Deutschland gilt die Art als nicht gefährdet, ist jedoch durch den Rückgang extensiver Weidewirtschaft und den damit verbundenen Dungmangel regional unter Druck geraten.