Kopfhornschröter (Sinodendron cylindricum)
Name
Kopfhornschröter (Sinodendron cylindricum)
Familie
Lucanidae (Schröter)
Körpergröße
Körperlänge 12–16 mm
Merkmale
Der Kopfhornschröter ist ein kompakter, walzenförmiger Käfer mit glänzend schwarzer bis schwarzbrauner Färbung. Auffälligstes Merkmal der Männchen ist ein kräftiges, nach vorn gerichtetes Horn auf dem Kopf, das der Art ihren Namen verleiht. Bei den Weibchen ist dieses Horn deutlich kleiner und eher als Höcker ausgebildet. Die Flügeldecken sind fein punktiert und verleihen dem Tier eine leicht strukturierte Oberfläche. Der Kopfhornschröter gehört zur Familie der Schröter (Lucanidae) und ist damit ein Verwandter des bekannten Hirschkäfers, bleibt jedoch deutlich kleiner als dieser.
Lebensraum
Der Kopfhornschröter besiedelt Laub- und Mischwälder mit einem hohen Anteil an liegendem oder stehendem Totholz. Bevorzugte Brutbäume sind Buche, Eiche und Erle, in deren morschem Holz die Larven mehrere Jahre lang leben und sich entwickeln. Die Käfer sind von April bis Juli aktiv und fliegen vor allem in den Abend- und Nachtstunden. Man findet sie häufig an morschen Stümpfen oder Stämmen, wo sie sich von ausfließendem Baumsaft ernähren.
Besonderheiten
Ein markantes Merkmal der Art ist der ausgeprägte Sexualdimorphismus: Männchen und Weibchen unterscheiden sich äußerlich deutlich, vor allem durch das Horn der Männchen. Die Larvalentwicklung im Totholz dauert mehrere Jahre, weshalb die Art besonders auf naturnahe Wälder mit ungenutztem Altholz angewiesen ist. In der aktuellen Roten Liste Deutschlands wird der Kopfhornschröter als ungefährdet eingestuft. Die Art ist dennoch auf ausreichende Mengen geeigneten Totholzes angewiesen, da die Larven sich in morschem Holz entwickeln. Verwechslungen sind am ehesten mit dem Hirschkäfer (Lucanus cervus) möglich, der jedoch deutlich größer ist und beim Männchen stark vergrößerte Oberkiefer statt eines Kopfhorns trägt.