Gehöckerter Eichenholzbohrer (Xyleborus monographus)
Name
Gehöckerter Eichenholzbohrer (Xyleborus monographus)
Familie
Curculionidae (Rüsselkäfer)
Körpergröße
Körperlänge 3 bis 3,5 mm
Merkmale
Der Gehöckerte Eichenholzbohrer ist ein kleiner, walzenförmiger Borkenkäfer mit dunkelbrauner bis schwarzbrauner Färbung. Charakteristisch ist der abgeflachte Absturz der Flügeldecken, wobei die Naht – im Gegensatz zu manchen verwandten Arten – nicht erhöht ist. Der Körper ist kompakt gebaut, wie es für grabende Borken- und Ambrosiakäfer typisch ist. Die Oberseite ist fein punktiert und trägt kurze Borstenhaare.
Lebensraum
Die Art besiedelt Laub- und Mischwälder und bevorzugt dabei geschwächte oder absterbende Laubbäume, insbesondere Eichen. Als Brutbäume werden vor allem verschiedene Eichenarten (Quercus) genutzt, daneben sind auch weitere Laubgehölze als Wirte bekannt. Die Käfer legen ihre Gangsysteme im Holz der Wirtsbäume an, wobei die Gänge tief in das Holz hineinreichen können. Die Hauptaktivitätszeiten liegen im Frühjahr und Sommer, mit einer ersten Schwärmphase im März und April und einer weiteren im Juni und Juli.
Besonderheiten
Xyleborus monographus gehört zu den sogenannten Ambrosiakäfern: Die Larven ernähren sich nicht direkt vom Holz, sondern von Ambrosiapilzen, die die Weibchen beim Einbohren in die Gänge einbringen und dort kultivieren. Dieses außergewöhnliche Verhalten ist eine Form der Pilzzucht im Tierreich. Die Art gilt als Forstschädling, da die angelegten Gangsysteme das Holz entwerten und befallene Bäume weiter schwächen können. Besonders in Jahren mit Trockenstress und geschwächten Eichenbeständen kann die Art verstärkt auftreten. Eine Verwechslung ist mit anderen kleinen Xyleborus-Arten möglich, weshalb zur sicheren Bestimmung oft eine mikroskopische Untersuchung erforderlich ist.