Grauer Wegerich-Schlankrüssler (Mecinus pyraster)

Grauer Wegerich-Schlankrüssler Mecinus pyraster

Name

Grauer Wegerich-Schlankrüssler (Mecinus pyraster)

Familie

Curculionidae (Rüsselkäfer)

Körpergröße

Körperlänge 3–4 mm

Merkmale

Der Graue Wegerich-Schlankrüssler ist ein kleiner, schlanker Rüsselkäfer mit einem für die Gattung Mecinus typischen, langgestreckten Körperbau. Die Grundfärbung der Oberseite ist grau bis graubraun, was durch eine dichte Beschuppung entsteht. Besonders auffällig ist die leicht rötliche Tönung im hinteren Bereich der Flügeldecken, die als nützliches Bestimmungsmerkmal dient. Der Rüssel ist schlank und deutlich ausgebildet, wie es für Schlankrüssler charakteristisch ist. Die Beine sind kräftig und gut an das Leben auf Pflanzen angepasst.

Lebensraum

Die Art besiedelt bevorzugt Wiesen-Biotope, Lichtungen und Waldränder – überall dort, wo Wegerich-Arten vorkommen. Als Wirtspflanze wird vor allem der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) genutzt, seltener auch andere Plantago-Arten. Die Imagines sind von März bis September aktiv und damit über einen langen Zeitraum beobachtbar. Die Larven entwickeln sich im Wurzelhals der Wirtspflanzen, wo sie sich von Pflanzengewebe ernähren und schließlich auch verpuppen.

Besonderheiten

Mecinus pyraster gilt als monophager Spezialist, der eng an Wegerich-Arten gebunden ist. Diese enge Bindung an Plantago lanceolata macht die Art interessant für die biologische Unkrautbekämpfung – in Nordamerika wurde der Käfer gezielt als Nützling gegen invasive Spitzwegerich-Bestände eingesetzt. Eine mögliche Verwechslungsart ist Mecinus pascuorum, der ebenfalls an Wegerich lebt und ähnlich gefärbt ist, jedoch geringfügig abweichende Merkmale aufweist. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und gilt derzeit nicht als gefährdet, profitiert jedoch von extensiv bewirtschafteten Wiesen mit reichem Wegerich-Aufkommen.