Schierlings-Stängelrüssler (Lixus iridis)

Schierlings-Stängelrüssler Lixus iridis

Name

Schierlings-Stängelrüssler (Lixus iridis)

Familie

Rüsselkäfer (Curculionidae)

Körpergröße

11–17 mm (Körperlänge)

Merkmale

Der Schierlings-Stängelrüssler ist ein mittelgroßer Rüsselkäfer mit dem für die Gattung Lixus typischen langgestreckten, zylindrischen Körperbau und einem auffällig verlängerten Rüssel. Die Grundfärbung der Deckflügel ist schwärzlich bis dunkelbraun, wobei frische Exemplare häufig einen gelblichen bis ockerfarben Pollenstaub-Belag aufweisen, der dem Tier ein mehliges Aussehen verleihen kann. Im Vergleich zur nah verwandten Art Lixus paraplecticus besitzt Lixus iridis kürzere und stumpfere Flügeldeckenspitzen, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal darstellt.

Lebensraum

Der Schierlings-Stängelrüssler besiedelt feuchte bis nasse Lebensräume wie Feuchtwiesen, Röhrichtsäume, Uferstreifen von Bächen, Flüssen und Teichen sowie feuchte Lichtungen und Waldränder. Entscheidend für das Vorkommen ist das Vorhandensein von Doldengewächsen (Apiaceae), insbesondere feuchtigkeitsliebender Arten wie Schierling oder Wasserfenchel, in deren Stängeln sich die Larven entwickeln. Die Imagines sind von April bis August anzutreffen.

Besonderheiten

Die Larven des Schierlings-Stängelrüsslers sind endophag, das heißt, sie fressen und entwickeln sich vollständig im Inneren der hohlen Stängel von Doldengewächsen. Dieses Leben als Stängelmineur ist namensgebend für die gesamte Artengruppe der Stängelrüssler. Als Verwechslungsart gilt vor allem der Schlanke Sumpfrüssler (Lixus paraplecticus), der ähnliche Lebensräume besiedelt, jedoch seltener ist und durch seine längeren, spitzeren Flügeldecken unterschieden werden kann. Beide Arten sind auf gut erhaltene Feuchtgebiete angewiesen und gelten als Zeigertiere für naturnahe, strukturreiche Gewässerränder. Der Rückgang solcher Lebensräume durch Entwässerung und intensive Landnutzung setzt auch dem Schierlings-Stängelrüssler zu.