Pflaumen-Gespinstmotte (Yponomeuta padella)

Die Raupen leben gesellig in einem selbstgebauten Gespinst

Name

Pflaumen-Gespinstmotte (Yponomeuta padella)

Familie

Yponomeutidae (Gespinstmotten)

Körpergröße

Falter Spannweite 16–26 mm; Raupenlänge bis ca. 20 mm

Merkmale

Die Raupe der Pflaumen-Gespinstmotte ist gelblich bis grünlich-grau gefärbt und trägt dunkle Punktzeichnungen an den Körpersegmenten. Der Kopf ist schwarz und deutlich abgesetzt. Der erwachsene Falter zeigt weißliche Vorderflügel mit zahlreichen kleinen schwarzen Punkten, deren Anordnung und Anzahl variabel sein können. Die Hinterflügel sind hellgrau bis graubraun und einfarbig. Innerhalb der Gattung Yponomeuta ähneln sich mehrere Arten sehr stark, weshalb eine sichere Bestimmung häufig nur unter Einbeziehung der Nahrungspflanze beziehungsweise des Raupengespinstes möglich ist.

Lebensraum

Die Pflaumen-Gespinstmotte besiedelt Hecken, Waldränder, Obstgärten, Gebüsche und Streuobstwiesen – überall dort, wo ihre Nahrungspflanzen Weißdorn, Schlehdorn, Kirsche und Pflaume vorkommen. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Westasiens verbreitet. Die Raupen sind von April bis Juni aktiv und spinnen dabei auffällige, großflächige Gespinste über die befallenen Äste und Zweige. Die Falter fliegen von Juli bis August und sind nachtaktiv.

Besonderheiten

Ein besonders auffälliges Merkmal ist das gesellige Leben der Raupen in gemeinsam erzeugten seidigen Gespinstzelten, die ganze Zweige oder Sträucher überziehen können. Diese Gespinste schützen die Raupen vor Fressfeinden und Witterung. Starker Befall kann zu einer fast vollständigen Entlaubung der befallenen Gehölze führen, was jedoch selten dauerhaften Schaden verursacht, da sich die Pflanzen meist erholen. Die Verwechslungsgefahr mit anderen Yponomeuta-Arten wie der Apfel-Gespinstmotte (Yponomeuta malinellus) oder der Pfaffenhütchen-Gespinstmotte (Yponomeuta cagnagella) ist hoch. Die Identifikation der Nahrungspflanze ist daher ein entscheidendes Bestimmungsmerkmal.